„Winchester“ – Geisterrache für Schusswaffengebrauch!

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Die Gewehre aus dem Hause Winchester revolutionierten die Waffensituation in den Staaten maßgeblich, eher unbekannt ist jedoch die Geschichte der Witwe des Waffenherstellers, die bis zu ihrem Tod ein riesengroßes Anwesen in San Francisco Tag und Nacht um weitere Räume erweitern ließ, so dass ein absolut verrücktes Bauwerk entstand. Gerüchten zufolge soll das Haus verflucht gewesen sein und die Witwe soll die Räume anhand der Botschaften von Geistern erhalten haben, die durch die Winchester-Waffen ums Leben gekommen sind. Eine interessante Grundlage für einen Horrorfilm, „Winchester – Das Haus der Verdammten“ funktioniert auch solide als Gruselhorror mit netten Schockeffekten, einer Prise Waffenkritik und vor allem geadelt durch seine Hauptdarstellerin, denn für die Rolle der Lady Sarah Winchester konnte man tatsächlich Helen Mirren gewinnen, die auch in diesem Genre absolut überzeugen kann.

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„Ready Player One“ – Spielbergs bunte Nerd-Nostalgie-Effekt-Orgie!

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Steven Spielberg ist sicher einer der bedeutendsten Regisseure der 80er und hat nicht zuletzt die Popkultur ins Kino gebracht. Nachdem seine letzten Blockbuster „Indiana Jones 4“ sowie „Tim und Struppi“ in keiner Form an seine kultigen Erfolge aus den 80ern anknüpfen konnten, konzentrierte sich der Regisseur mehr auf historisch und politisch motivierte Filme wie „Lincoln“, „Bridge of Spies“ und zuletzt „Die Verlegerin“, eine Rückkehr zu seiner alten Qualität schien unwahrscheinlich. Mit „Ready Player One“ kehrt Spielberg jetzt allerdings nicht nur mit lautem Knall in die Welt des Popcornkinos zurück, er verfilmte dafür zudem eine Romanvorlage, die sich zentral eben genau um die Popkultur der 80er dreht. Während ich am Anfang noch skeptisch war, ob mich der größtenteils animierte Film tatsächlich seinen Bann ziehen würde, war ich bald voll drin in der wilden Achterbahnfahrt. Denn „Ready Player One“ bietet nicht nur das gute alte „Jugendliche und Bösewichte auf rasanter Schatzjagd“-Thema, der Film ist dermaßen voll von Anspielungen auf die Film-, Musik- und Computerspielwelt der 80er, dass man sicher noch beim dritten Mal neue Anspielungen und Charaktere erkennen würde. Endlich mal wieder gelungenes Spielberg-Popcornkino!

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„Pacific Rim 2: Uprising“ – Roboter! Bumbum! Buff!

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Guillermo del Toro ist ein außergewöhnlicher Regisseur, was er unlängst mit „Shape of Water“ wieder unter Beweis stellen konnte. Mit „Pacific Rim“ schickte er vor fünf Jahren einen für ihn recht ungewöhnlichen Popcorn-Actioner ins Kino, der allerdings aufgrund seiner völlig überdrehten Ideen, dem frechen Diebstahl bei anderen Filmen und vor allem den „Godzilla“-ähnlichen Monstern doch gut unterhalten konnte. Eigentlich war zu erwarten, dass die Riesenroboter irgendwann eine Fortsetzung bekommen würden und dass diese ohne del Toro auf dem Regiestuhl ihren ironischen Stil zugunsten langweiligem Actionkrachwumm opfern würde. Genau das ist auch der Fall. „Pacific Rim 2“ bietet zwar auch einiges an Roboterkämpfen, verzichtet aber fast komplett auf coole Monster und versucht auch noch krampfhaft einen jüngeren Cast um John Boyega und Scott Eastwood zu etablieren, der mit nervigen Sprüchen und übertriebenem Coolness-Gehabe vergeblich versucht, das Publikum bei Laune zu halten. War der erste Teil orginell genug, um auch Menschen mit einem höheren Intellekt unterhalten zu können, zielt der zweite Teil ganz klar nur noch auf pure Actionfans ohne größeren Anspruch.

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„Lady Bird“ – Saoirse Ronan will erwachsen werden

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Dieser gelungene Coming-Of-Age-Film wäre vermutlich an mir vorbeigegangen, wäre der Film aufgrund seiner rekordverdächtigen Anzahl positiver Kritiken nicht überall erwähnt worden. Die dadurch ungünstigerweise geschürte Erwartungshaltung kann „Lady Bird“ zwar nicht erfüllen, jedoch ist Regisseurin Greta Gerwig ein wirklicher toller Film übers Erwachsenwerden gelungen, der sich amüsant, emotional und intelligent sehr vielen Aspekten einer jungen Frau widmet, die aufgrund der konservativen Erziehung, der schweren Beziehung zu ihrer Mutter, den Problemen mit der ersten Liebe, der Konfrontation mit Homosexualität und entsprechender Diskriminierung und nicht zuletzt der schlechten finanziellen Situation ihrer Familie ihren eigenen Widerstand gegen die Einschränkungen ihrer Welt immer weiter auslebt und von einer illusorischen Vorstellung einer besseren Welt in der großen Stadt angetrieben wird. Hauptdarstellerin Saoirse Ronan und „Roseanne“-Star Laurie Metcalf in der Rolle ihrer Mutter waren zudem völlig berechtigt bei den Oscars für ihre Leistungen nominiert, sie bringen den Mutter-Tochter-Konflikt wirklich realistisch und abwechslungsreich auf die Leinwand. Leider ging der Film bei den Oscars leer aus, trotz weiterer Nominierungen für Regie, Drehbuch und bester Film.

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„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ – Nostalgischer Kindheitstrip!

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Da „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende mein absolutes Lieblingsbuch als Kind war und ich die Version der Augsburger Puppenkiste unzählbare Male gesehen habe, konnte ich nicht wirklich objektiv an die erste Kinoversion herangehen. Doch wurde meine Erwartungshaltung erfüllt? Wurde die Verfilmung den Helden meiner Kindheit und ihren Abenteuern gerecht? Hat sich das lange Warten auf eine Kinofassung ausgezahlt? Kurz gesagt: Die Verfilmung ist optisch fantastisch gelungen, sie trifft absolut den Nerv der Vorlage und kommt trotz spannender Momente sehr kindgerecht daher. Man kann dem Film nicht vorwerfen, dass er wichtige Aspekte vernachlässigt oder sich durch ausschweifende Änderungen weit von der Vorlage entfernt, doch da liegt die kleine Schwäche des ansonsten wirklich unterhaltsamen Familienfilms. Da er alle Aspekte trotz langer Laufzeit nur anreißen kann und systematisch abhakt, wirkt er leider manchmal etwas oberflächlich und lässt eine spezielle eigene Note vermissen. Sehenswert ist der Film trotzdem, und Lust auf eine Verfilmung der Fortsetzung „Jim Knopf und die Wilde 13“ macht er auch.

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„Der seidene Faden“ – Daniel Day-Lewis‘ großes Finale!

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Regisseur Paul Thomas Anderson konnte mit seinem begnadeten Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis schon in „There Will Be Blood“ ein echtes Meisterwerk präsentieren, entsprechend gespannt konnte man auch auf die neue Zusammenarbeit sein, zumal dies auch noch die letzte Rolle von Daniel Day-Lewis ist, der Hollywood nach diesem letzten Film hinter sich lassen will. „Der seidene Faden“ ist in vieler Hinsicht ein großartiger Film, aber letztendlich doch wieder zu speziell, um eine wirklich große Zielgruppe anzusprechen. Mit Andersons Klassikern „Boogie Nights“ oder „Magnolia“ hat der Film leider auch nicht viel gemeinsam, doch die tollen Schauspieler, die grandiose Ausstattung und die wirklich absonderliche Liebesgeschichte machen den Film trotzdem sehenswert.

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„Insidious 4: The Last Key“ – Schockt nicht mehr!

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Gerade Horrorfilme sind dafür bekannt, dass ein Erfolgsrezept bis zur Endlosigkeit fortgesetzt wird, auch wenn die Klasse des Originals bei weitem nicht mehr erreicht wird. Das gilt auch für das „Insidious“-Franchise, nach einem wirklich außergewöhnlichen ersten Teil, der es sogar unter unsere TOP 10 der gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten schaffte, folgt nach einer soliden Fortsetzung, einem bereits völlig überflüssigen Prequel ein weiterer Ableger, der wieder das Medium Elise und ihre Geisterjägerfreunde in den Focus setzt. Da sich der Film auch mit der Kindheit von Elise beschäftigt, fügt er sich zwar grundsätzlich gut in die Reihe ein, aber wirklich brauchen tut den Film keiner. So bieten die düstere Atmosphäre, die Schockmomente und fiesen Wesen aus der übernatürlichen Welt kaum noch etwas Neues. EIn wenig Poltergeist-Feeling kommt zwar hier und da auf, aber insgesamt merkt man, dass der Film noch mal versucht, mit dem erfolgreichen Namen Kasse zu machen, aber eigentlich keine wirkliche Daseinsberechtigung hat.

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Dokus: „Spione im Tierreich“ & „Unser blauer Planet II“

Endlich sind wieder zwei wirklich tolle Naturdokumentationen auf DVD und Blu-ray erschienen, zum einen die lustige Reihe „Spione im Tierreich“, die mit Unterstützung ganz besonderer Kamerawesen völlig neue Einblicke in das Verhalten der Tiere bietet, zum anderen die lang erwartete Fortsetzung „Unser blauer Planet II“, die wie schon die erste revolutionäre Reihe wirklich einzigartige Aufnahmen aus der Welt der Meere zeigt. Beide Dokumentationen sind absolut sehenswert, „Spione im Tierreich“ ist seit dem 23. Februar 2018 und „Unser blauer Planet II“ ist seit dem 23. März 2018 auf DVD und Blu-ray im Handelt erhältlich, die Meeresdokumentation zudem als 4K Blu-ray.

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