„Marie Antoinette“ – Gähn!

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marie.jpgIch war wirklich begeistert von „Lost in Translation“, Sofia Coppolas zweitem Film, den ersten, „The Virgin Suicides“, habe ich auch noch auf der Liste, so dachte ich mir, ich könnte auch von ihrem dritten Film, „Marie Antoinette“ etwas erwarten. Leider wusste sie wohl selber nicht, was das ganze werden sollte. Der Film lahmt so vor sich hin, ohne spannend, anspruchsvoll oder interessant zu werden.

Ich dachte schon, irrtümlich einen „Frauenfilm“ besucht zu haben, aber auch darauf scheint er nicht ausgelegt zu sein. Selbst aufwendige Kostüme und prunkvolle Bauten bringen den Film leider nicht wirklich voran. Sofia Coppola wollte wohl kein Historienepos drehen, aber ihr Versuch, mit immer wieder verwendeter Rockmusik den Film der Popkultur näher zu bringen, geht total in die Hose.

Erzählt wird die Geschichte von der östereichischen Marie Antoinette, die Königin von Frankreich wird, dort aber von ihrem Gemahl im Bett vernachlässigt wird (So ein Idiot! Mit Kirsten Dunst im Bett und zu blöd, was draus zu machen!) und sich nicht den Zwängen der französischen Monarchie unterzuordnen versteht. Aus Trotz beginnt sie ein pompöses, verschwenderisches Leben…

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2 Kommentare

  1. Ich habe gerade „The Virgin Suicides“ gesehen, der wie „Lost in Translation“ durch seine Einfachheit überzeugen kann, toll gespielt und verfilmt. Vielleicht ist das der Fehler von Sofia Coppola bei „Marie Antoinette“ gewesen, vielleicht sollte sie sich mehr auf das konzentrieren, was sie wirklich gut kann: Schöne, melancholische, „kleine“ Filme machen, die trotz und gerade wegen ihrer Einfachheit bewegen und zum Nachdenken anregen. Obwohl auch in „Lost in Translation“ und „The Virgin Suicides“ nicht viel passiert, lebt der Film von seinen realen Charakteren, man kann mit viel Emotionen eintauchen und sich identifizieren, „Marie Antoinette“ wirkt einfach in jeder Hinsicht zu weit weg, in einer Welt und einer Gesellschaft, mit der man sich eben nicht identifizieren kann. Also nochmal der Tipp: Fans von toll inszenierten Independent-Filmen sollten sich unbedingt „Lost in Translation“ und „The Virgin Suicides“ ansehen, bei „Marie Antoinette“ wüsste ich absolut nicht, welcher Zielgruppe ich ihn empfehlen sollte.

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