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Die “Herr der Ringe”-Filme werden im Fantasy-Genre wohl schwer zu schlagen sein, aber auch bei “Eragon” sieht man mal wieder, dass gute Fantasy-Filme wohl echt nicht leicht zu drehen sind. “Eragon” blamiert sich ebenfalls auf voller Länge mit einer lückenhaften Story, schlechten Darstellern und vermurksten physikalischen Grundsätzen. Wenn man sich beim Schauen Drachenfilme wie “Dragonheart” oder “Die Herrschaft des Feuers” zurück wünscht, scheint was grundlegend falsch zu laufen.

Soweit ich weiß, wurde die Buchvorlage von einem 17jährigen geschrieben, das Drehbuch offensichtlich von einem 12jährigen. Die Story wirkt wie mit der Heckenschere bearbeitet und nichts wird richtig erklärt. Der Drache wird von einer Sekunde zur anderen einfach mal riesig, ein böser Zauberer beherrscht dunkle Magie, greift aber bei direkter Konfrontation lieber mit verhexten Gartenwerkzeugen an und ein Drache bekommt bei zwei weiteren Fluggästen schon mal Rückenprobleme, eine Drachenrüstung macht aber mal nichts aus.

Der Hauptdarsteller wirkt einfach nur debil, so dann auch sein Charakter, falls das so geplant war, hat er das echt super hinbekommen. Ganz groß das blöde blaue Drachenfräulein mit der nervtötenden Stöhn-Säusel-Stimme von Nena, das die Federflügel zum Fliegen gar nicht benötigt, Flügenschlagen kommt nicht wirklich vor, der Drache fliegt auch so. Allerdings nicht sehr schnell, schließlich kann selbst bei rasender Geschwindigkeit noch so ein Seppel auf dem Pferd mithalten. Zudem fällt auf, wieviel doch wieder an den “Herrn der Ringe” erinnert, besonders bei der Namensgebung, was bei einer Geschichte, die eigentlich nicht viele Parallelen aufweisen dürfte, schon beeindruckend ist.

Schade, dass ich nach diesem Schund keinerlei Lust mehr habe, die Buchvorlage zu lesen, die ja angeblich um einiges besser gelungen sein soll. Und schade, dass ich schon meine FLOPs für dieses Jahr gewählt habe, “Eragon” wäre sicher dabei gewesen…