„Hot Fuzz“ – Besser als „Shaun of the Dead“!

sehr schlechtschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigeinzigartig   8,16 / 10,00 (12 Stimmen)
Loading...

hotfuzz.jpg

Neulich noch hatten wir das Thema, ob es eigentlich gute Filmparodien gibt. Das britische Team, dass bereits das „Zombie“-Genre mit „Shaun of the Dead“ aufs Korn nahm, meldet sich jetzt mit einem neuen Streich zurück: „Hot Fuzz“ parodiert gekonnt Polizeifilme! Und während „Shaun“ schon wegen des schwarzen englischen Humors ganz nett war und hier und da ein paar gute Lacher zu bieten hatte, macht „Hot Fuzz“ durchweg Spaß. Die skurille und bisweilen recht bizarre Story über einen Großstadtbullen, der aufgrund seines zu enormem Einsatzwillens in ein kleines Dorf versetzt wird, bietet viel Humor, Action und so manche derbe Wendung.

Nicholas Angel kann in seinem Londoner Bezirk mit Abstand die meisten Verhaftungen vorweisen und ist ein absoluter Musterpolizist. Da er ihnen aber die Statistik versaut, schieben seine Kollegen ihn in ein Kuhkaff am Arsch der Welt ab. Hier werden die Regeln etwas lockerer gehandhabt und Angel kann sich nicht so wirklich mit dem geruhsamen Leben anfreunden. Seine tumben Kollegen sind von seinem Eifer genervt und die Dorfbewohner fühlen sich auch nicht wirklich zu ihm hingezogen, so z.B. der Wirt des Pubs, der nicht mehr viele Besucher hat, seit Angel allen Minderjährigen den Zutritt verweigert hat. Der einzige, der ihn leiden kann, ist sein tumber Partner Danny, der in Angel den großen Cop sieht, den er aus seiner Actionfilm-Sammlung kennt. Als mehrere seltsame „Unfälle“ im Dorf passieren, die keinen sonderlich aus dem Konzept zu bringen scheinen, recherchiert Angel auf eigene Faust und meint, einer großen Verschwörung auf der Spur zu sein…

Wer britischen Humor mag, konnte sicher auch etwas mit „Shaun of the Dead“ anfangen, wer den allerdings gar nicht mochte, fühlt sich hier vermutlich auch nicht wohl. „Hot Fuzz“ macht allerdings nicht nur Spaß wegen des britischen Humors und der tollen Darsteller, er ist sehr rasant und witzig geschnitten und verlässt auch gerne mal die Welt des guten Geschmacks. Vielleicht kommt das „Shaun/Fuzz“-Team nicht an Rowan Atkinson oder Monty Python heran, aber erwähnt werden sollten sie schon, wenn es um guten britischen Humor geht.

Warum man dem Film in Deutschland allerdings den blöden Untertitel „Zwei abgewichste Profis“ geben musste, bleibt dann allerdings doch wieder fraglich…

Verwandte Artikel

3 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.