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Es ist vorbei! Nach zehn Jahren endet mit dem siebten Band die Romanreihe von Harry Potter. Und zwar mit einem mächtigen Knall. Zum großen Finale lässt J.K. Rowling nochmal alle Figuren auftauchen und zündet ein wahres Action-Feuerwerk. Trotz einiger Längen im ersten Drittel passiert so viel, dass ich echt nicht weiß, wie sie das mal verfilmen wollen. Natürlich werde ich nicht verraten, wer stirbt, aber eine kleine Inhaltsangabe werde ich doch mal geben. Also SPOILERGEFAHR, wer noch nicht mehr wissen will, sollte hier aufhören…

Harry Potter wird vom Orden des Phoenix aus dem Privet Drive abgeholt. Um mögliche Angreifer zu verwirren, nehmen sechs Freunde Vielsafttrank ein. Als die Todesser dann wirklich in Scharen angreifen, wissen sie vorerst nicht, welcher der sieben Potters der richtige ist, also werden erstmal alle angegriffen…

Rowling startet kurz nach dem Abschied Potters von den Dursleys gleich mit dem ersten Kampf, stürzt einen endlich in den lang erwarteten „Krieg“ und reißt einen sofort in die spannende Handlung. Allerdings wird es ab hier erstmal wieder ruhiger, denn Bill und Fleur heiraten schließlich. Aber hier gleich der nächste Schock! Aus dem Ministerium kommt die Meldung: „Sie haben das Ministerium übernommen! Der Minister ist tot! Sie kommen!“

Also auch hier keine Ruhe. Die kehrt allerdings ein, nachdem Harry, Ron und Hermine fliehen können und daraufhin ihren alten Plan verfolgen, nicht mehr nach Hogwarts zurück zu kehren, sondern alleine die fehlenden Horkruxe mit den Seelenteilen Voldemorts zu finden und zu zerstören. Doch diese Suche zieht sich sehr lange hin, da keiner aus den hinterlassenen Hinweisen von Dumbledore schlau wird und durch die Medien ein immer schlechteres Bild des verstorbenen Schuldirektors gezeigt wird, so dass Harry anfängt, an seinem Mentor zu zweifeln. So fliehen die drei nach einem ersten kleinen Erfolg über Monate durch die Welt, ohne wirklich weiter zu kommen…

Man merkt, dass Rowling das Jahr schaffen wollte. Die Ereignisse der ersten vier Tage füllen bereits ein Viertel des Buches und hätte man in dem Tempo weitergemacht, wäre alles nach einem Monat vorbei gewesen. Aber jeder Roman behandelt halt ein „Schuljahr“, also tritt sie erstmal auf die Bremse. Trotzdem passiert vieles, aber richtig los geht es erst wieder in der zweiten Hälfte und das aber so richtig!

Die Jagd auf die Horkruxe wird eröffnet und zusätzlich die auf die „Deadly Hallows“, drei mächtige magische Objekte. Am Ende kehren viele bekannte Gesichter zurück zur letzten großen Schlacht zwischen Gut und Böse, die auf beiden Seiten so einige Opfer fordern wird…

„Harry Potter and the Deadly Hallows“ ist ein bis auf die kleinen Längen wirklich gelungener Abschluss. Alles löst sich auf, viel Neues kommt dazu, wir sehen neue Orte, kehren zu anderen zurück und werden einfach nur hin und her geworfen. Rowling schafft es immer wieder, einen zu überraschen und zu begeistern. Das letzte Buch greift alles noch einmal auf, was in den anderen Büchern angefangen wurde, setzt aber überall noch einen drauf und am Ende klappt man das Buch wirklich geplättet zu.

Wer das Buch erst auf deutsch lesen wird, muss leider noch bis Oktober warten. Aber das Warten lohnt sich, „Harry Potter and the Deadly Hallows“ ist die Krönung der Potter-Saga.

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