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Tja, da sind sie wieder, die unbeugsamen Gallier mit ihrem dritten Real-Abenteuer. Wie erwartet konnten sie nicht an den gigantomanischen zweiten Film “Asterix und Obelix: Mission Kleopatra” heranreichen, aber immerhin war der Film deutlich besser als der erste verhunzte Versuch “Asterix und Obelix gegen Cäsar”. Was an dem neuen Film etwas stört, ist die Tatsache, dass Asterix und Obelix mehr in den Hintergrund treten, um Platz zu machen für eine Liebesgeschichte von Romantix (wem?!) und einer griechischen Prinzessin. Damit er diese heiraten kann, müssen die Gallier bei den Olympischen Spielen gewinnen, aber auch Brutus, Sohn Cäsars, giert nach dem Sieg und der Hand der Prinzessin…

Gerard Depardieu spielt den Obelix wieder großartig, der neue Asterix ist leider ein neuer, aber immerhin hat er die gleiche Synchro, dafür spielt Alain Delon den Cäsar herrlich eitel, aber Brutus stielt allen die Show. Dieser Typ ist so großartig dämlich und fies, dass es eine Freude ist. Bei dem Gastauftritt von Numerobis aus “Mission Kleopatra” am Ende des Films habe ich allerdings gleich wieder Lust bekommen, den zweiten Film wieder zu sehen (habe ich ja schon 34 Tage nicht mehr)…

Alle anderen Gastauftritte hingegen nerven eigentlich nur, Michael “Bully” Herbig spielt einen Soldaten, dem die Zunge abgeschnitten wurde und der daher nur grunzen kann, seine Rolle ist einfach nur überflüssig und in keiner Weise lustig. Traurig, dass man in Deutschland aber wieder versucht, mit seinem Namen ins Kino zu locken. Auch der Auftritt von Michael Schumacher als germanischer Wagenrennfahrer wirkt eher peinlich, aber immerhin ist er in die Handlung eingebunden, nicht wie die französischen Fußball- und Basketballstars, die kurz vor dem Abspann den Film mit ihrem Prollballern nochmal unnötig nach unten ziehen. Vermutlich konnten die Franzosen nicht auf sich sitzen lassen, dass ein deutscher Sportpromi den ganzen Cameo-Ruhm ernten würde.

Ansonsten wurde viel in protzige Effekte investiert, die aber auch nicht immer gut aussehen. Das Drehbuch weicht leider wieder einmal zu sehr von der Vorlage ab, kann aber mit einigen guten Gags wieder punkten. Alles in allem also guckbar, aber auch kein Pflichtfilm, wie bereits mehrfach erwähnt: Lieber noch ein paarmal “Mission Kleopatra” schauen oder zu den alten Zeichentrickfilmen oder den Comicheften greifen.