schlechtmittelmäßiggutsehr guteinzigartig  (9 Stimmen ~3.44 Sterne) Loading ... Loading ...

Nach “Pans Labyrinth” steht Guillermo Del Toro in der Filmwelt auf sehr hohem Level. “Das Waisenhaus” hat er zwar nur produziert, aber auch dieser Streifen aus Spanien entwickelt sich derzeit zum Liebling der Kritiker und heimst jede Menge Preise ein. Somit hatte ich viel erwartet. Doch ich muss sagen, dass der Film wohl zu den besseren Schockern des Horrorgenres gehört, aber so einzigartig erschien er mir nun auch nicht.

Laura wuchs in einem Waisenhaus auf, bis sie adoptiert wurde. Jahre später kehrt sie mit ihrem Ehemann und ihrem Aids-kranken Adoptivsohn Simon in das inzwischen leer stehende Waisenhaus zurück. Als Simon von anderen Kindern im Haus erzählt und plötzlich verschwindet, versucht Laura, dem Geheimnis des Hauses auf die Spur zu kommen. Als sie dann im Haus von einem Kind mit einer Maske angegriffen wird, realisiert sie, dass Simons Freunde keine reine Einbildung waren. Um ihn wieder zu bekommen, lässt sie sich auf das Spiel der Kinder ein…

Der Schocker lebt in erster Linie von seiner düsteren Atmosphäre und demonstriert mal wieder, dass ein Horrorfilm auch ohne Blut spannend und beängstigend sein kann. Die Schockmomente sind gut gesetzt und die Spannung gut angelegt. Und doch hat mir irgendwas gefehlt. Vielleicht haben mich aber auch die zahlreichen Parallelen zu “The Dark” gestört, wo ebenfalls ein Paar sein Kind auf mysteriöse Weise in einem Haus am Meer verliert und die Mutter dann unter Anleitung eines Mädchens, das vor langer Zeit dort gestorben ist, versucht, ihr Kind wieder zu finden und dafür die Grenzen der realen Welt überschreitet.

Wer also einen gelungenen Horrorfilm sehen will, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben, sollte aber nicht erwarten, hier etwas völlig Neues und Einzigartiges zu sehen. Aber vielleicht kann mir dann ja jemand sagen, wie er das Ende gedeutet hat, das habe ich nämlich nicht so ganz verstanden… ;)

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