Auch wenn ich den Originalton immer zu schätzen wissen werde, bin ich doch der Typ, der normalerweise Filme mit der deutschen Synchronisation ansieht. Doch oft ist eine schlechte Synchronisation maßgeblich dafür verantwortlich, dass ein Film in der deutschen Fassung (oft zu unrecht) an Qualität verliert. Ich habe gerade mal wieder „From Hell“ gesehen, ein absolut schlimmes Beispiel dafür, wenn man sich bei der Synchronisation keine Mühe gibt.

Wem nicht klar ist, warum ich meine, dass die Synchro bei „From Hell“ dem Film jegliche Spannung schon nach kurzer Zeit nimmt, der sollte den folgenden Spoiler nicht lesen:

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Doch das Thema „Deutsche Synchro“ bietet sicher noch mehr Stoff zum Diskutieren. Gerade bei Komödien wird der englische Sprachwitz gerne mal mit plumpen Zoten übersetzt. Wenn Mel Brooks als Adolf Hitler in „Sein oder Nichtsein“ sagt: „I want peace! A little piece of Poland, a little piece of France…“ und es im Deutschen heißt „Ich will nichts! Ein kleines Nichts von Polen, ein kleines Nichts von Frankreich…“ ist da natürlich jeglicher Wortwitz verschwunden. Auch Filme von „Monty Python“ oder Rowan Atkinsons Meisterserie „Black Adder“ sollte man doch immer lieber im Original genießen.

Außerdem kann es einen Film ruinieren, wenn ein Darsteller nicht seine typische Synchronstimme bekommt, jüngstes Beispiel ist da natürlich „Akte X 2: Jenseits der Wahrheit“. Die Tatsache, dass David Duchovny nicht seine typische deutsche Stimme haben wird, ist fast schon ein Grund, den Film nicht mehr zu sehen. Aber auch Bruce Willis im dritten Teil seiner erfolgreichen „Stirb langsam“-Reihe mit der Synchronstimme von Arnold Schwarzenegger bzw. Sylvester Stallone auszustatten, anstatt mit der typischen prägnanten Stimme von Manfred Lehmann, hat dem Film auch nicht gut getan. Brad Pitt klang in „Troja“ auch irgendwie falsch, aber offensichtlich war man der Meinung, die tiefere Synchronstimme von Nicholas Cage bzw. Vin Diesel würde besser zu dem Charakter passen. Heath Ledger hätte in „The Dark Knight“ hingegen vielleicht eine andere Synchronstimme gut getan, in den Trailern wirkt seine „liebe“ Stimme einfach nicht böse genug.

Zum Schluss dann aber noch ein positives Beispiel: Ich fand es in „Desperado“ immer cooler, wenn Antonio Banderas fragt, ob er schon Danke gesagt hat und auf das Verneinen von Salma Hayek „Kommt noch!“ antwortet, während er im Original nur „I will!“ sagt.

Was fällt euch denn zum Thema „Deutsche Synchronisation“ ein? In erster Linie Positives oder Negatives?

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