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Nein, “Ichi” ist nicht dieser kranke japanische Film, der nur so vor Gewalt strotzt, sondern ein Film über eine blinde Schwertkämpferin im fernen Osten, die sich gegen einen ganzen Stamm Räuber behaupten muss. Wer als Europäer nach “Kill Bill” Lust auf fernöstliche Filme mit ganz viel Schwertkampf hat, der ist hier richtig aufgehoben.

Ichi ist eine blinde junge Frau, die ihr Geld mit ihrer Musikergruppe verdient, mit der sie durch das mitteralterliche Japan zieht. Doch ihre Gruppe stösst sie aus und so muss sie allein wandern, bis sie eine Prostituierte gegen Räuber verteidigt. Das alles gipfelt noch, als ein Dorftrottel für den Schwertmeister gehalten wird, der Ichi eigentlich ist und genau dieser soll das Dorf im Umland gegen eine Bande Räuber verteidigen. Ichi empfindet was für den Heuchler, der ausgibt ihre Künste zu besitzen und so muss sie sich einmischen.

“Ichi” ist ein toller Film, der eine gute Genremischung besitzt. Er erzählt eine klassische Geschichte um eine Schwertkämpferin im Mittelalter und verbindet damit all die interessanten Themen, die damit eins gehen. Eine schöne Ausstattung, eine klassische Geschichte um Tragik und Ehre und viel Schwertkämpfe. Das alles wird mit dem tollen unterschwelligen Humor, für den die japanischen Filme oft bekannt sind, noch dazu wurde auf CGI bei den Kämpfen verzichtet. Alles also schön echt inzeniert.

Leider schwächelt der Film und verliert in der Mitte an Spannung, ansonsten kann ich den Film jedem verbinden, der in dieses spezielle Genre reinschnuppern will. Wer “Kill Bill” wegen der Thematik der sich rächenden Frau in Japan mochte, dem wird “Ichi” gefallen.

Der Film wurde im Original gesehen. Eine Veröffentlichung ist noch unbekannt.

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