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Kevin Smith war mal einer dieser jungen Independent-Regisseure, der mit seinem Humor und seinem Stil etwas Besonderes war und mit Filmen wie “Dogma” kleine Highlights ablieferte. Man schätzte in Hollywood seine Meinung und wartete gespannt auf den nächsten Film. Doch spätestens seit seiner verspäteten Fortsetzung “Clerks 2” konnte man sehen, dass sein spezieller Witz mit leichter Tendenz zum Humor unter der Gürtellinie immer mehr zu peinlichem Zotenmüll verkam. Mit seinem neuen Film “Zack And Miri Make A Porno” war er wenigstens so fair, gleich mit dem Titel darauf hinzuweisen, was einen erwartet. Und er konnte damit sogar die Peinlichkeit der “American Pie”-Filme unterbieten.

Zack und Miri sind seit der Schulzeit beste Freunde und wohnen zusammen. Allerdings sind sie so pleite, dass für Miete, Strom und Wasser schon kein Geld mehr da ist. Da kommt ihnen die Idee, einen Pornofilm zu drehen, um sich so auf einen Schlag einen Schwung Kohle zu sichern. Ein Drehbuch ist schnell geschrieben, Darsteller, Produzenten und einen Kameramann findet man auch schnell, nun muss nur noch gedreht werden. Das größte Problem sehen Zack und Miri allerdings in dem Moment, als es darum geht, dass sie selbst vor der Kamera ran müssen, denn obwohl sie seit Ewigkeiten zusammen wohnen, ist zwischen ihnen nie etwas gelaufen…

Dieser Film würde mich nicht so nerven, wenn der Name Kevin Smith nicht von vielen so hoch gehalten würde. Seinen Status als besonderer Filmemacher hat er sich nach meiner Meinung schon lange verspielt, gerade als er mit “Jersey Girl” einen wirklich netten Film gedreht hat, muss bei ihm das Gehirn auf Vorpubertät zurückgesetzt worden sein. In “Clerks 2″ musste dann ein Typ mit einem Esel Sex haben, in diesem Film wird dem Kameramann ins Gesicht geschissen, hurra, wie tief kann man sinken? Das kann auch Jason “Jay” Mewes nicht retten, der aber wenigstens noch am besten performt, Seth Rogen und Elizabeth Banks sind eher peinlich als lustig. Und auch der offensichtliche Versuch, in jedem Satz mindestens einmal das Wort “Ficken” unterzubringen, ist weit weg davon, irgendetwas mit Stil zu tun zu haben.

Kevin Smith darf ja gerne seine Teenagerfilme weiter machen, aber er sollte dann endlich den Mund halten, wenn er Regisseure wie Tim Burton oder Filme wie “Herr der Ringe” schlecht macht, jemand, der bewusst nur noch Schund produziert, sollte sich lieber gar nicht mehr äußern zu anderen Filmen. Schade, der Mann hatte mal sowas wie einen “Humor für Erwachsene”, heute ist das alles nur noch peinlich.

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