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Zuerst habe ich immer gedacht, es würde sich bei diesem Film um ein Remake des spanischen Horrorfilms “Das Waisenhaus” handeln, aber nach dem Trailer war mir klar, dass es sich hier um eine völlig andere Story handelt, die eigentlich genug Potential für einen gruseligen Abend gehabt hätte und doch kann der Film über lange Strecken nicht wirklich fesseln, erst zum Ende hin kommt er noch mal richtig in Schwung und hebt den Spannungslevel auf ein solides Horrorniveau.

Kate und John haben ihr drittes Kind noch vor der Geburt verloren und beschließen daraufhin, ein Kind zu adoptieren. Ihre Wahl fällt auf Esther, ein gebildetes, höfliches Mädchen, das sich am Anfang auch gut in die Familie eingliedert. Doch bald fällt nicht nur den anderen Kindern auf, dass sich hinter der lächelnden Fassade des kleinen Mädchens etwas Böses verbirgt, das bereit ist, nicht nur Tauben zu töten. Bald haben alle so viel Angst vor ihr, dass keiner sich traut sie aufzuhalten, als sie auch über Leichen geht, um sich nicht von ihrer neuen Familie trennen zu lassen…

Mit Isabelle Fuhrmann hat man mal wieder ein Kind gefunden, dass es großartig versteht, innerhalb einer Sekunde von honigsüß zu abgrundtief böse zu wechseln, sie hält den Film auch am Leben, die Darsteller der Kinder machen ihre Sache ebenfalls gut, nur die Eltern nerven mehr, als dass sie den Film bereichern würden. Vera Fermiga als Mutter Kate wirkt in ihrer hysterischen Art eigentlich nur anstrengend, Peter Saarsgard als John ist mit seiner naiven, übersozialen Beschützerart noch viel schlimmer.

Immerhin konzentriert sich der Film nicht auf eine Abfolge von brutalen Morden, sondern mehr auf die spannende Atmosphäre. Wäre der Film eine halbe Stunde kürzer gewesen und hätte das Finale nicht so lange auf sich warten lassen, hätte ein wirklich runder Horrorfilm dabei herauskommen können. So schafft es das Finale zwar noch zu fesseln, aber den sonst oft etwas zähen Film trotzdem nicht komplett zu retten.

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