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Nordische Filme haben immer einen besonderen Stil, gerade Filme aus Dänemark und Schweden, und angesichts des Erfolgs der “Wallander”-Romane kann man sich auch hierzulande sehr gut mit schwedischen Kriminalgeschichten anfreunden. Die “Millenium”-Trilogie von Stieg Larsson, deren ersten Teil hier filmisch umgesetzt wurde, hat auch außerhalb seines Heimatlandes zahlreiche Verkaufsrekorde gebrochen. Da ich eigentlich mit Krimis nicht so viel anfangen kann, wäre dieser Film wohl an mir vorbei gegangen, wenn man ihn mir nicht empfohlen hätte. Krimifans sollten “Verblendung” auf keinen Fall verpassen und auch Fans nordischer Filmkunst sollten ihm eine Chance geben, spannend und originell ist er auf jeden Fall.

Der Journalist Mikael Blomkvist hat aufgrund seines Spürsinns nicht umsonst den Spitznamen “Kalle Blomquist”, daher wird er auch von dem alten Industriellen Henrik Vanger mit der Suche nach seiner seit über 40 Jahren verschwundenen Nicht Harriet beauftragt. Dieser stößt auf viele Ungereimtheiten in der mysteriösen Vanger-Familie, aber wirklich weiter kommt er erst durch die Hackerin Lisbeth. Gemeinsam kommen sie Greueltaten an jungen Mädchen auf die Spur, deren Ursprung weit zurück geht…

Zu Beginn weiß man noch nicht so ganz, wohin die Handlung sich wohl erstrecken wird, denn um den Hauptplot ist eine Nebenhandlung gestrickt, die in den beiden Fortsetzungen fortgeführt werden wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Film nicht für sich alleine stehen kann, allerdings macht er Lust auf mehr, wer also diesen Film gesehen hat, wird sicher die komplette Trilogie sehen wollen, die Fortsetzungen sind für 2010 angekündigt.

Ansonsten hat der Film alles, was ein guter Krimi benötigt: Eine spannende, originelle Handlung, die sich gerne mal überraschend entwickelt und einen lange Zeit im Unklaren lässt, das Ganze wird durch den markanten nordischen Stil bereichert, der auch optisch begeistern kann. Abgerundet wird alles durch großartige Schauspieler, die ihre Rollen wirklich überzeugend auf die Leinwand bringen. Noomi Rapaci spielt dabei als Lisbeth auch Michael Nyquist, der als Mikael Blomkvist agiert, an die Wand. Insgesamt also ein wirklich empfehlenswerter Film.

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