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“Das Gesetz der Rache” mit Gerad Butler und Jamie Foxx handelt von einem Menschen, der nicht vergessen kann und der Staatsjustiz Fehler im System vorwirft; mit aller Härte will er sich an jedem Beteiligten rächen. Obwohl dieser neue Thriller wie so viele andere das Thema “Rache” behandelt, so ist es trotzdem kein stupides “Ein Mann gegen alle”, sondern zeigt interessante Ansätze, hinzu kommt eine packende Inzenierung und gute Darsteller, doch irgendwie weiß der Film selbst nicht, was er sein will.

Clyde Shelton war eigentlich ein ganz normaler Familienmensch, bis zu dem Tag, als Einbrecher seine Frau und sein Kind töteten und ihn als einzigen leben ließen. Monate später zerbricht Clyde daran, dass einzig einer der zwei Einbrecher die Todesstrafe bekommt und der andere nach kurzer Haftzeit wieder frei ist. Er nimmt an beiden Rache und stösst dabei noch auf seinen Anwalt, der ihn damals vertrat. Doch Clyde ist noch längst nicht fertig und die Mörder seiner Familie waren erst der Anfang.

Es gibt viele Filme um das Thema der Rache, doch dann waren sie meist nur sehr einfach gestrickt und handelten von einem einsamen Rächer, der sich gegen alle wendete. Das ist in “Das Gesetz der Rache” ähnlich, nur nicht auf dem “Dirty Harry”-Prinzip, sondern bietet wirklich interessante Ansätze. Am Anfang dreht sich der Film darum, wie gerecht unser System bzw. überhaupt irgendein System sein kann und das man eben jene doch öfters hinterfragen sollte. Der Name des Filmes trifft es genau, denn es dreht sich mehr oder minder alles um die nicht sichtbare Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache und um einen Mann, der eben beides nicht mehr unterscheiden will.

Dazu kommt, dass Jamie Foxx nach einigen Tiefen hier wieder als leicht selbstverliebter Anwalt, der irgendwie nur alles richtig machen wollte, grandios spielt, auch wenn er gegen Gerad Butlers Leistung in dem Film einfach nicht ankommt. Gerad Butler hat spätestens mit diesem Film gezeigt, dass er wirklich schauspielern kann, denn auch wenn der Film leider viel zu oft pures Testestoron sein will, bekommt Butler hier sehr viele Szenen, wo er zeigen darf, was er kann und als Mensch, der alles aufgegeben hat, brilliert er.

Doch leider wird der Film irgendwann unglaubwürdig. Durch übertriebene Szenen nimmt man das Geschehen nicht mehr ganz für voll. Wenn Butlers Figur nahezu als allmächtig dargestellt wird und auch seine Figur selbst zum Schluß etwas zu einseitig wirkt, dazu noch viel zu oft mit der roten Farbe herum gekleckst wird, verschenkt man damit sehr viel Potential. Auch gerade das große Finale des Films kann leider afgrund der vorher sehr spannenden, da sehr unerwarteten Szenen nicht mithalten, da vieles zum Schluß zu vorhersehbar wird. Man wirft mit billigen Phrasen und Klischees um sich, in der Hoffnung, dass der Zuschauer das im Gesamtpaket als gutes Drehbuch kauft. Leider verschenkt der Film auch immer mehr die Glaubwürdigkeit durch coole Sprüche der Hauptpersonen und auch einiger sehr “krassen” Taten, die dafür sorgen, dass der Film leider zur Popcorn-Unterhaltung verkommt.

Statt einer abstrusen Thrillergeschichte hätte der Film ruhig ein, zwei Gänge runterfahren können und vielleicht dafür etwas mehr von den Ansichten über eine unfaire Justiz mitteilen können, so hätte man noch deutlich mehr rausholen können.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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