„Monsters“ – Atmosphärisch mit einigen Längen

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Wer Filme wie „District 9“ oder „Cloverfield“ mochte, sollte auch „Monsters“ eine Chance geben, allerdings sollte man hier nicht die große Action erwarten, denn trotz gelungenem Spannungsaufbau bleibt leider der große Knall aus. Trotzdem bleibt ein intelligenter, spannender und ansprechend gefilmter Film abseits typischer Blockbuster-Klischees. Mit ein wenig mehr Action und Horror hätte aus dem Film ein wirkliches Highlight werden können, doch so bleibt er leider hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Eine Sonde mit außerirdischen Proben ist in Mexiko abgestürzt, sechs Jahre später haben riesige, krakenähnliche Wesen die Hälfte von Mexiko übernommen. Als ein Fotograf die Tochter seines Chefs von Mexiko zurück in die hinter der „infizierten Zone“ liegenden USA zurückbringen soll, bleibt ihnen am Ende nur der gefährliche Weg mitten durch die Zone. Durch Dschungel und verlassene Städte reisen die beiden, immer vorsichtig, um den Kreaturen nicht zu begegnen. Doch schon bald bekommt der Fotograf die schrecklichen Motive vor seine Kamera, auf die er vor Beginn der Reise noch gehofft hatte.

Independentfilme sind oft kleine Meisterwerke, weil sie in den meisten Fällen den typischen Stil der Blockbuster umgehen und so ihren ganz eigenen Erzählstil entwickeln. Das tut „Monsters“ auch, allerdings fehlt dem Film dann im Endeffekt doch der große Knall, der ihn wirklich ins Gedächtnis eingebrannt hätte. Die Darsteller Whitney Able und Scoot McNairy passen sehr gut in ihre Rollen, auch Bild, Ton und Kulissen machen einen guten Eindruck. Leider fehlt es den krakenähnlichen Wesen ein wenig an Originalität, vermutlich wurde auf große Effektschlachten aufgrund eines geringen Budgets verzichtet, allerlings sorgt die düstere, beängstigende Atmosphäre dafür, dass man die ganze Zeit gespannt auf den großen Moment wartet, der dann allerdings nicht wirklich groß auffällt.

Natürlich ist die Möglichkeit und vielleicht sogar Potential für einen zweiten Teil gegeben, aber hier dürfte der Film vermutlich nicht den Erfolg haben, um Geld für einen zweiten Teil zu erhalten. Mit nicht zu hoher Erwartungshaltung ist „Monsters“ sicher den Kinobesuch wert, wer einen gruseligen, actiongeladenen Horrorfilm erwartet, sollte sich allerdings etwas anderes ansehen.

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6 Kommentare

  1. Ich kann im großen und Ganzen zustimmen; die geschaffene Atmosphäre ist toll; aber ein Horrorfilm ist es eigentlich nicht – der Titel führt stark in die Irre – eher ein Road-Movie-Liebesfilm. Dennoch nett anzusehen. Wer „District 9“ oder „Cloverfield“ mochte, wird diese deutlich actionärmere Variante vermutlich auch mögen.

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