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Nachdem vor einigen Jahren die wohl erfolgreichste Buchreihe mit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ ein Ende fand, konnten sich Fans noch auf die restlichen Verfilmungen freuen, doch mit dem zweiten Teil der Verfilmung des letzten Romans findet die „Harry Potter“-Saga jetzt auch auf der Kinoleinwand ihr Ende, das allerdings mit einem gewaltigen Knall! Denn nach dem relativ ruhigen ersten Teil gipfelt hier die Geschichte um den jungen Zauberer in einer gigantischen Schlacht zwischen Gut und Böse, in der der böse Lord Voldemort und Harry Potter ein letztes Mal aufeinander treffen. Dank der Aufteilung auf zwei Filme bekommt man auch hier eine rundum gelungene Umsetzung der Buchvorlage, die sich zwar an ein paar Stellen einige Freiheiten nimmt, aber insgesamt einen großartigen Abschluss der Filmreihe bildet.

Lord Voldemort übernimmt mit seinen Gefolgsleuten die Welt der Zauberer, Harry Potter und seine Freunde kämpfen einen scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen das Böse. Zusammen mit Ron und Hermine versucht Harry die letzten Horkruxe zu finden, die einzelne Teile der Seele des dunklen Lords enthalten und zerstört werden müssen, damit dieser auch vernichtet werden kann. Nach einem furiosen Einbruch in die Zaubererbank und einem Ritt auf einem Drachen sind sie diesem Ziel zwar schon etwas näher, aber trotzdem wächst die Macht von Lord Voldemort weiter. Alles gipfelt in einer großen Schlacht auf dem Gelände der Hogwarts-Schule und Harry realisiert, dass er vermutlich sein eigenes Leben opfern muss, um das Böse zu besiegen.

Sicher haben die Macher auch die doppelten Einnahmen im Kopf gehabt, als sie entschieden, die Verfilmung des letzten Romans auf zwei Filme aufzuteilen, doch hier war die Entscheidung absolut richtig. Wie schon im ersten Teil konnte man sich hier mal etwas mehr Zeit für Charakterbildung und Nebenhandlungen nehmen, die in der vorherigen Filmen im Vergleich zu deren Buchvorlagen immer viel zu kurz kamen. Und doch wirkt auch hier die Handlung wieder etwas gehetzter, musste man ja doch den furiosen Anteil des letzten Romans in bewegte Bilder umsetzen. Zudem wurde natürlich der Endkampf deutlich ausführlicher inszeniert, die Schlacht um Hogwarts selbst ähnlich wie im Buch in den Hintergrund gestellt.

Insgesamt kann sich die Umsetzung aber absolut sehen lassen, Bilder und Spezialeffekte sind einfach rund und aus den Schauspielern Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint sind nicht nur fast Erwachsene geworden, auch ihr Schauspiel kann sich wirklich sehen lassen, man kann gespannt sein, was hier noch zu erwarten ist. Beeindruckend ist die Schauspielerriege, denn fast alle Charaktere der alten Filme tauchen hier (wenn auch oft nur sehr kurz) noch einmal auf, und einen solchen Cast mit großen Namen wie Helena Bonham Carter, Ralph Fiennes, Gary Oldman, Alan Rickman, John Hurt, Maggie Smith, Emma Thompson, Jason Isaacs, Jim Broadbent, David Thewlis, Robbie Coltrane und Michael Gambon hat es sicher auch noch nicht gegeben. Zudem gibt es an vielen Stellen kleine Überraschungen und fast vergessene Orte, die einen in Erinnerungen an die alten Filme schwelgen lassen. Das Phänomen „Harry Potter“ wird die Fans noch lange weiter beschäftigen, aber man muss Regisseur David Yates tatsächlich zugestehen, dass er sich nach seinem missglückten Regiestart mit dem fünften Film über den sechsten Teil zum Finale deutlich steigern konnte und der Filmreihe einen wirklich großartigen Abschluss gegeben hat.

Und ja, auch hier muss ich zugeben, dass 3D als Stilmittel doch hin und wieder funktionieren kann, der Film hätte eine Umsetzung in 3D sicher nicht nötig gehabt, aber an vielen Stellen konnte der Film wirklich dadurch gewinnen. Es gibt wohl doch ein paar Filme, denen man mit der 3D-Technik noch einen positiven Zusatz verpassen kann.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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