„Insidious“ – Spannender Schocker!

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Horrorfilme laufen fast immer nach dem gleichen Prinzip ab, in den letzten Jahren musste es immer brutaler und blutiger zugehen, da boten Filme wie „Paranormal Activity“ mal gelungene Abwechslung, da sie einen ohne übertriebene Effekte und übermäßiges Blutvergießen in ihren Bann ziehen und ordentlich gruseln lassen konnten. „Insidious“ erinnert in vieler Hinsicht an „Paranormal Activity“ oder auch an den Klassiker „Poltergeist“ und stellt dank der beunruhigenden Atmosphäre mal wieder einen Horrorfilm da, der auf guten Thrill und nicht auf blutige Gewaltorgien setzt und damit großartig fesseln und unterhalten kann.

Ein Paar zieht mit seinen Kindern in ein neues Haus, in dem plötzlich schreckliche Dinge passieren. Zuerst fällt ein Sohn nach einem traumatischen Erlebnis auf dem Dachboden in ein seltsames Koma, dann sieht auch die Mutter böse Wesen im Haus. Angsterfüllt zieht die Familie erneut um, doch in der neuen Wohnung passieren wieder gruselige Dinge. Als man ein paar paranormale Expertin hinzuzieht, offenbahrt sich ein schockierendes Szenario, das schon viele Jahre vorher begonnen hat.

Horrorfilme sollen einen zum Gruseln und um den Schlaf bringen, sie sollen einen mitreißen und mitfiebern lassen und einen nicht nur beim Blutspritzen und Gliedmaßen verstümmeln zusehen lassen. „Insidious“ unter der Regie von „Saw“-Regisseur James Wan kann deshalb so gut unterhalten, weil er sich darauf besinnt, wie gute Horrorfilme mal aufgebaut waren. Hier kann man sich mal wieder herrlich gruseln und erschrecken, wobei die Macher viele Schockmöglichkeiten gar nicht ausnutzen, um den Film nicht nur auf Schockmomente zu reduzieren. Die Atmosphäre ist herrlich düster, das Szenario interessant durchdacht und nicht zu übertrieben inszeniert und auch die Darstellerauswahl ist gut getroffen. Zudem bringen die etwas trotteligen „Geisterjäger“ sogar ein wenig Humor und Luftholen in den Film, der natürlich schnell wieder in echtes Unbehagen umschlägt. „Insidious“ erfindet das Rad nicht neu, die meisten Ideen hat man in der ein oder anderen Form schon gesehen, und doch macht es hier die Mischung, die einen nach wenigen Minuten in ihren Bann zieht und einen auch nach dem Kinobesuch noch nicht loslässt.

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