„The Avengers“ – Actionreiches Superhelden-Spektakel

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Ich kann mit den meisten Superhelden-Filmen nicht viel anfangen, mich konnten eigentlich nur „The Dark Knight“ oder „Watchmen“ wirklich überzeugen. Somit stand ich von diesem Zusammentreffen von Comichelden wie „Iron Man„, „Thor“ oder „Hulk“ eher skeptisch gegenüber. Doch Regisseur und Drehbuchautor Joss Wheadon ist es gelungen, seinen Humor von „Buffy“ und „Firefly“ auch hier sinnvoll einzusetzen. Nach einem etwas zähen Start macht der Film einfach nur noch Spaß und bietet eine bunte Popcorn-Mischung aus Action, Spannung und witzigen Dialogen. Für Marvel-Fans ein Muss, für alle anderen ein lustiger Zeitvertreib.

Die Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. hat eine geheime Energiequelle sichergestellt, doch Thors fieser Bruder Loki kann diese stehlen und will mit ihr ein Portal öffnen, um mit einer außerirdischen Armee die Welt zu erobern. Daraufhin versucht man bekannte Superhelden zusammenzuführen, um mit ihnen diese Gefahr abzuwenden. Doch Iron Man, Captain America, Thor, Black Widow und Bruce Banner, der sich unter Wuteinwirkung gerne mal in den Hulk verwandelt, haben alle ihren eigenen Kopf, hauen sich lieber selbst auf die Schnauze und zicken sich an. Erst als sie merken, dass sie die Gefahr nur als Einheit abwenden können, beginnen sie zusammen zu arbeiten.

Für mich kann man den Film in drei Teile aufteilen, der erste führt die Helden zusammen, was etwas schleppend daher kommt und auf einige Vorkenntnisse setzt, zumal auf den anderen Marvel-Verfilmungen aufgebaut wird. Das war zwar ganz nett, aber eben mehr nicht. Doch in der zweiten Hälfte lebt der Film von einem herrlichen Zickenterror und wirklich witzigen Dialogen. Wheadon versteht es großartig, seine Helden ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Zum Abschluss gibt es dann Action, und zwar wirklich großartige Action. Hier dürfen sich alle so richtig austoben, wobei der Hulk die absolut besten Pointen bekommt. Das macht Spaß, das rockt und sorgt dafür, dass sich dieser Film zwar auch nicht durch eine große Story auszeichnet, aber hervorragend unterhalten kann, weil er sich eben selber nicht so ernst nimmt.

Natürlich lebt „The Avengers“ auch von seinen Darstellern. Robert Downey, Jr. kann nach zwei „Iron Man“- und zwei „Sherlock Holmes„-Filmen wieder richtig die Sau raus lassen, ich frage mich dabei immer, wie viele Sprüche spontan von ihm kommen und wieviel wirklich im Drehbuch steht. Doch auch Chris Hemsworth als Thor, Scarlett Johansson als Black Widow, Chris Evans als Captain America sowie Samuel L. Jackson, Gwyneth Paltrow, Stellan Skarsgård, Tom Hiddleston in bereits aus den anderen Marvel-Verfilmungen bekannten Rollen runden den Cast ab. Mark Ruffalo kann ebenfalls als Bruce Banner überzeugen, der die menschliche Version des Hulk nach der verglückten Verfilmungen mit Eric Bana und Edward Norton übernommen hat.

Wer mit Filmen dieser Art gar nichts anfangen kann, wird vermutlich auch hier nicht glücklich werden. Wer Lust auf einen spaßigen, actiongeladenen Abend im Kino hat, der macht hier nichts falsch. Nach diesem unterhaltsamen Auftakt kann man sich schon auf eine Fortsetzung freuen, hoffentlich wieder unter der Regie von Joss Wheadon.

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6 Kommentare

  1. Ganz klar einer der Filme des Jahres!
    Und auch ein Beweis dafür, dass dumpfes Unterhaltungskino auch raffiniert gestaltet sein kann. ^^

  2. Dem stimme ich zu; für einen Hirn-aus-Action-Film war die Story gerade in der Mitte des Films ziemlich raffiniert gestrickt. Und es tut dem FIlm sehr gut, kaum Patriotismus zu haben sowie das Fehlen einer Lovestory.

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