„The Amazing Spider-Man“ – Gelungener Neuanfang!

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Nach einem misslungenen dritten Teil der alten „Spiderman“-Trilogie entschied man sich, die insgesamt nur mittelmäßige Reihe zugunsten eines Reboots zu beenden. Und der kann absolut punkten! Nicht nur dass Andrew Garfield und Emma Stone wirklich großartig spielen, auch Spezialeffekte und die Handlung können überzeugen. Wie schon bei Batman orientiert sich die Neuauflage weg vom kunterbunten Comicimage in eine realistischere und düstere Richtung. Nach einem starken Auftakt kann man sich jetzt schon auf die Fortsetzungen freuen.

Seit Peter Parkers Eltern in dessen Kindheit verschwanden, wächst er bei seinem Onkel und seiner Tante auf. Bei Nachforschungen über seinen Vater stößt Peter auf dessen wissenschaftliche Arbeit und sucht den ehemaligen Partner Dr. Connors auf. In dessen Labor wird Peter allerdings von einer mutierten Spinne gebissen und entwickelt daraufhin außergewöhnliche Fähigkeiten. Nach einem traurigen Zwischenfall entschließt er sich, diese maskiert einzusetzen, um den Menschen zu helfen. Doch die Polizei sieht in ihm eine Gefahr, das Anbändeln mit Schulfreundin Gwen Stacy gestaltet sich auch nicht leicht und als Dr. Connors seine Experimente zum Selbstversuch nutzt, sieht sich Peter alias Spiderman einem wirklich gefährlichen Gegner gegenüber.

Eine Generalüberholung hatte das Spiderman-Franchise bitter nötig und der neue Stil sorgt auch hier weg vom billigen Comicfilmchen und hin zum ernst zu nehmenden Heldendrama für eine deutliche Aufwertung. Natürlich kann eine Figur wie Spiderman nicht ohne etwas Unrealismus, einige Übertreibungen und leider auch ein wenig Pathos auskommen, im Vergleich zur alten Reihe konzentriert man sich hier aber mehr auf die Charakterentwicklung und eine möglichst realistische Herangehensweise. Das wertet den Film enorm auf, gibt ihm mehr Tiefe und macht nicht nur eine runde Sache draus, sondern auch Lust auf mehr.

Nicht zuletzt verdankt der Film seinen Unterhaltungswert den Hauptdarstellern Andrew Garfield und Emma Stone, die mit ihrer natürlichen Art für eine ganz andere Klasse von Humor und Gefühl sorgen als die eher hölzern spielenden Vorgänger Tobey Maguire und Kirsten Dunst. Auch die mit Martin Sheen, Rhys Ifans und Sally Field nicht nur prominent sondern auch perfekt besetzten Nebenrollen werten den Film auf.

„The Amazing Spider-Man“ ist eine cooler Neuanfang für eine der wohl bekanntesten Marvel-Comicfiguren, die nicht nur Genrefans begeistern dürfte. Fans vom buntem Comickino kommen natürlich dennoch auf ihre Kosten, den trotz des neuen Realismus in Comicverfilmungen handelt es sich hier weiterhin um gut gemachtes Popcornkino.

Interessant, aber nach diesem Film bin ich tatsächlich gespannt auf die geplante Umsetzung der „Justice League“ und natürlich „Man of Steel“, das Reboot des Comic-Charakters, dem ich bisher am meisten Abneigung entgegen gebracht habe: Superman!

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5 Kommentare

  1. Jaja, Reboots sind böse… eigentlich… aber ich muss zugeben, dass die neue Spiderman Reihe wesentlich besser ist, als die vorherige. Meiner Meinung nach hat es sich absolut gelohnt und man kann auf weitere wieder hoffen.

    Der bittere Beigeschmackt des Alterns bleibt natürlich…

  2. Ist ähnlich (unrealistisch und patriotisch) wie seine 3 Vorgänger; aber (überraschenderweise) gefielen mir die beiden Hauptdarsteller ziemlich gut und sie haben es geschafft, trotz wiederholter Entstehungsgeschichte nicht zuviel aus dem Raimi-Spiederman zu wiederholen. Kann man sich also gut mal ansehen.

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