„Lone Ranger“ – Jack Sparrow, der lustige Indianer!

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Wenn sich Regisseur Gore Verbinski und Johnny Depp nach ihrer Zusammenarbeit bei den ersten drei „Fluch der Karibik“-Filmen erneut zusammentun und Disney mal eben 250 Millionen Dollar für die Produktion zur Verfügung stellt, kann man hier schon von Potential reden. Doch wenn der eigentliche Hauptdarsteller Armie Hammer so gar nicht überzeugen kann, die Handlung so vor sich hin plätschert und nicht so recht weiß, wo sie hin will, wenn Johnny Depp den Indianer extrem an einen sehr bekannten Piraten erinnern lässt und man sich ins Gedächtnis ruft, dass die ebenso teure Disney-Produktion „John Carter“ auch ein Flop war, muss man leider feststellen, dass der Film außer ein paar netten Gags und Actionszenen nicht viel zu bieten hat.

John Reid, ein ängstlicher Anwalt, ist auf dem Weg in seine Heimatstadt, als aus seinem Zug ein Schwerverbrecher ausbricht und bald viele Opfer hinterlässt. Ausgerechnet der seltsame Indianer Tonto, der ebenfalls im Zug als Gefangener unterwegs war, rettet John mit einem Ritual, als dieser mit anderen Rangern in einen Hinterhalt der Gangster geraten ist. John, der jetzt maskiert unter dem Namen „Lone Ranger“ unterwegs ist, versucht zusammen mit Tonto die Bösewichte ausfindig und unschädlich zu machen. Dabei stoßen sie auf eine viel größere Verschwörung.

Johnny Depp soll zu Verbinski gesagt haben, man würde eine Menge Spaß haben, wenn man diesen Film wirklich drehen würde. Damit hatte er sicher recht, die beiden hatten beim Dreh ganz sicher ihren Spaß, was aber nicht unbedingt für den Zuschauer gereicht hat. Denn eine überflüssige Rahmenhandlung, ein ziemlich vorhersagbarer Plot mit zu vielen schlechten Gags und nicht durchdachten Handlungssträngen, dazwischen der nervige Armie Hammer und eine namenhafte Schauspielerriege mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter, William Fichtner und Tom Wilkinson, die trotz ihres Talents nicht gegen das Drehbuch anspielen können, führen leider dazu, dass „Lone Ranger“ mal eben an einem vorbeigaloppiert, um sich dann im Sonnenuntergang der Überflüssigkeit zu verlieren.

Ich kenne weder die Vorlage noch ältere Verfilmungen, daher kann ich nicht beurteilen, ob man den Charakteren immerhin gerecht wurde, aber letztendlich gibt es hier von allem zu viel, aber nichts wirklich gut. „Lone Ranger“ will einfach nicht zünden, da kann noch so viel Dynamit hochgehen. Man darf natürlich trotzdem gespannt sein, ob der Film dennoch genug Zuschauer für ein überflüssiges Sequel zusammen bekommt, oder ob Disney sich langsam Gedanken machen muss, ob sie das nächste Filmprojekt mit Riesenbudget doch lieber einsparen.

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