paureview4Irgendwie habe ich es zwar immer mal wieder geschafft, Filme aus diesem Kinojahr zu sehen, aber Zeit für Rezensionen hatte ich nicht so richtig. Trotzdem wollte ich kurz vor der FlimmerWAHL noch ein paar Worte zu einigen Kinofilmen aus 2013 loswerden, und zwar zu „White House Down„, „Insidious – Chapter 2„, „Fünf Freunde 2„, „Kokowääh 2„, „R.E.D. 2„, „Die Schlümpfe 2„, „Chroniken der Unterwelt – City of Bones„, „Malavita“ und „Turbo„.

White House Down (USA 2013)
Dieses Mal lässt Roland Emmerich seine Zerstörungswut am Weißen Haus aus, bietet solide Action mit dem für seine Filme typischen Patriotismus, ein wenig Kritik an der US-Waffenindustrie und mit Channing Tatum, Jamie Foxx, Maggie Gyllenhaal und James Woods einen passenden Cast. Wie zu erwarten gibt es jede Menge Action, ein paar coole Sprüche und eine oberflächliche Handlung, wer sich damit anfreunden kann, wird auf jeden Fall kurzweilig unterhalten. Nach dem langatmigen „Anonymus“ und als Vorgeschmack auf die Fortsetzungen von „Independence Day“ ein netter Pausenfüller.

Insidious – Chapter 2 (USA 2013)
Inmitten von Standardware war „Insidious“ endlich mal wieder ein Horrorfilm, der einen doch mal aus der Reserve locken und ohne großes Blutvergießen schocken konnte. Nun hat man sich entschlossen, das offene Ende des ersten Teils nicht so stehen zu lassen und einen ebenfalls soliden zweiten Teil angehängt. Der ist auch spannend, bietet einige fiese Schockeffekte, aber an der Grusellevel vom ersten Teil reicht er nicht ganz heran. Für Fans des ersten Teils und Freunde gruseliger Schockmomente aber trotzdem ein Muss!

Fünf Freunde 2 (DE 2013)
Als Fan der Bücher und der Serie aus den 70ern war ich verblüfft, dass die Neuverfilmung aus 2012 gar nicht schlecht umgesetzt worden war. Das wird in dieser Fortsetzung nett weitergesponnen, allerdings nicht so originell wie noch im ersten Teil, da ändern auch Peter Lohmeyer und Oliver Korittke nichts dran. Trotzdem bietet die neue Reihe offensichtlich immer noch Potential für weitere Fortsetzungen, der dritte Teil läuft bereits in wenigen Wochen an. Für neue Fans der Fünf Freunde ok, für alte Fans auch in Ordnung. Mal schauen, wann es überreizt wird.

Kokowääh 2 (DE 2013)
Til Schweiger kann es offensichtlich nicht akzeptieren, wenn ihm ein Film gelingt, so musste er schon „Keinohrhasen“ mit einer unterirdischen Fortsetzung torpedieren. Das macht er jetzt auch mit „Kokowääh„, wo der erste Teil noch sehr sympathisch daher kam, in dieser Fortsetzung greift er wieder nur auf Witze auf dem Niveau von Mario Barth zurück, lässt alle seine Darsteller immer unsympathischer werden und nötigt uns auch in dieser Reihe doch noch mit Matthias Schweighöfer in einer seiner wohl peinlichsten Rollen. Und der Gag, bei der Fortsetzung wieder das gleiche Titelbild zu nehmen, war schon bei „Zweiohrküken“ blöd. Hoffentlich gibt es niemals „Barfuss 2“!

R.E.D. 2 (USA 2013)
Mit der Comicverfilmung „R.E.D.“ hatte man eine witzige Grundidee mit einem hervorragenden Cast verbunden, das gilt auch für den zweiten Teil. Wieder sind Bruce Willis, John Malkovich, Helen Mirren und Mary-Louise Parker mit von der Partie und spielen ihre Rollen wieder herrlich verrückt, da reihen sich die Neuzugänge Catherine Zeta-Jones und Anthony Hopkins großartig ein. Die grandiose Action, eine abwechslungsreiche Handlung und die originellen Charaktere machen Spaß und bietet sicher Potential für weitere Teile.

Die Schlümpfe 2 (USA 2013)
Und wieder die Fortsetzung einer Komödie, die erstaunlicherweise nicht so schlecht geraten ist, wie man eigentlich erwarten konnte. Also musste natürlich auch für „Die Schlümpfe“ eine Kinofortsetzung her, die jetzt allerdings auf dem plumpen Level daher kommt, den man schon vom ersten Teil erwartet hätte. Weder Hank Azaria noch Neil Patrick Harris haben die Lacher auf ihrer Seite, und wieso sich Brendan Gleeson für diesen Mumpitz hergegeben hat, ist auch fraglich. Schade, aber bei Regisseur Raja Gosnell nicht das erste Mal, schon bei „Scooby Doo“ hatte er nach einem amüsanten ersten Teil eine vermurkste Fortsetzung folgen lassen. Trotzdem ist wohl zu erwarten, dass das Kino noch weitere Male verschlumpft werden wird.

Chroniken der Unterwelt – City of Bones
(USA/DE 2013)
Ach du Schreck, die „Twilight„-Reihe ist zu Ende erzählt, „Beautiful Creatures“ hat den Hype nicht auffangen können, also versucht man es mit der Verfilmung einer anderen übernatürlichen Buchreihe, den „Chroniken der Unterwelt“. Ich kenne die Vorlage nicht, aber diese Reihe sinnentleerter und zusammenhangloser Szenen tut einfach nur weh. Hexen, Magier, Werwölfe, Vampire, irgendein übernatürliches Artefakt, Geschwisterliebe, aber weit und breit kein roter Faden. Kein Wunder, dass viele Fantasybuch-Verfilmungen nach dem ersten Teil ein frühes Ende finden, wenn schon der Anfang so grottenschlecht auf die große Leinwand gebracht wird.

Malavita – The Family (USA/FR 2013)
Wenn Mafia-Filme gedreht werden, wird man immer wieder Robert De Niro in Betracht ziehen, egal ob es ein Drama oder eine Komödie werden soll. Also griff man auch bei dieser schwarzen Komödie auf ihn zurück und packte noch Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones dazu. Grundsätzlich eine solide Mischung, auch das Konzept, eine untergetauchte Mafia-Familie in ein ruhiges französisches Dorf zu setzen, bietet Potential. Allerdings ist „Malavita“ für eine Komödie oftmals zu brutal, für ein Drama aber zu sehr als Komödie inszeniert. Ein paar Ideen funktionieren, andere nicht, kann man schauen, muss man aber nicht. Außerdem ist Robert De Niro als Mafiosi irgendwie einfach nicht mehr originell genug.

Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum
(USA 2013)
Manchmal entpuppen sich in der Masse der Animationsfilme unscheinbare Filme als die großen Highlights, das ist hier nicht wirklich der Fall. Der Film über eine Schnecke, die plötzlich superschnell ist und dann am Autorennen teilnehmen will, ist wirklich nur was für Kinder, nett, ohne große Spannungskurve, nicht wirklich originell, mal nebenbau geschaut und wieder vergessen. Dreamworks trifft also auch wieder nicht ins Schwarze, wäre aber auch nicht verdient, wenn man vermutlich nur auf der Erfolgswelle von Pixars „Cars“ mitschwimmen wollte.

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