„Dallas Buyers Club“ – McConaughey spielt einzigartig!

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Und weiter geht’s mit einem weiteren Anwärter auf die Oscars. Für mich hat Matthew McConaughey ganz weit die Nase vorn, seine Darstellung eines homophoben Texaners, der in den 80ern an Aids erkrankt und auf seine ganz eigene Art damit umgeht, ist nicht nur gefühlvoll, sondern erstaunlicherweise streckenweise sehr amüsant erzählt, wodurch sich der Film eindeutig von anderen Filmen mit dem zentralen Thema Aids absetzt. Neben McConaughey kann vor allem Jared Leto überzeugen, auch wenn man zweimal hinschauen muss, um ihn in Frauenkleidern mit dermaßen viel Makeup überhaupt zu erkennen.

Ron Woodroof ist ein Macho, ein echter Texaner, der sich mit Bullenreiten, Frauen und Alkohol die Zeit vertreibt. Doch dann bricht er zusammen, im Krankenhaus entdeckt man, dass er Aids hat und ihm voraussichtlich nur noch ein Monat zum Leben bleibt. Ron versucht daraufhin, an ein neues Medikament zu kommen, dass allerdings noch in der Testphase ist. Von seinem Umfeld ausgegrenzt, freundet er sich nach anfänglicher Abscheu ausgerechnet mit dem Schwulen Rayon an. Als Ron in einem mexikanischen Krankenhaus auf in den USA nicht zugelassene Medikamente stößt, die seinen Zustand tatsächlich verbessern, entwickelt er einen Plan, der nicht nur sein Leben entscheidend verlängern könnte.

Natürlich gibt es auch in diesem Film einiges an Tragik, aber ansonsten bringt er einen immer wieder zum Lächeln. Vielleicht auch gerade wegen der Wandlung des Hauptcharakters, der sich vom Homosexuelle hassenden Macho zum Helden zahlreicher Aidskranker entwickelt, was vom erschreckend abgemagerten McConaughey großartig in Szene gesetzt wird. Neben den tollen Darstellern und der abwechslungsreichen Handlung ist der Film zudem sehr interessant, da er auf wahren Tatsachen beruht und einen Einblick in die Zeit bietet, als man noch nicht viel über Aids und entsprechende Behandlungsmethoden wusste. Zudem sorgt das Grundszenario immer wieder für die skurillsten Situationen, wenn Extrem-Hetero Ron von seinen Kumpels als Schwuler beschimpft und ausgegrenzt wird, wenn er als Priester Medikamente über die Grenze bringt oder wie er sich Rayon anfreundet, der in seiner ganzen Art so gar nicht zu Rons ursprünglichem Charakter passt.

„Dallas Buyers Club“ ist ein Film fürs Herz und für den Kopf, eine herrliche Achterbahnfahrt der Gefühle mit Matthew McConaughey in seiner wohl besten Rolle. Unbedingt ansehen!

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