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Ben Stillers Glanzzeiten liegen weit zurück, seitdem jagt ein Flop den nächsten, doch „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“, bei dem Stiller auch Regie führte, funktioniert irgendwie gar nicht mehr. Angelegt als eine Art Tragikomödie ist er weder wirklich witzig, noch hat er tatsächlichen Tiefgang. Eigentlich versteht man den ganzen Film nicht, was er eigentlich von einem will. Da helfen auch schöne Naturaufnahmen nicht mehr, „Walter Mitty“ ist ein Film, den man durchhalten muss und der einen vor die Frage stellt, ob man dem nächsten Stiller-Film noch eine Chance gibt oder es lieber bleiben lässt.

Walter arbeitet im Fotoarchiv des Life-Magazins, doch als die Printversion eingestellt werden soll und die Kündigung für viele Mitarbeiter droht, sieht auch Walters Zukunft nicht rosig aus. Vor allem, weil das für die finale Ausgabe geplante Titelfoto verschwunden ist. Der sonst sehr introvertierte Walter nimmt all seinen Mut zusammen und versucht, den Fotografen ausfindig zu machen, der zuletzt auf Island gesehen wurde.

Schon die seltsamen Tagtraum-Sequenzen wollen nicht richtig zünden, aber wenn Walter plötzlich dem Fotografen um die Welt hinterherreist, wird der ganze Film einfach nur noch wirr. Klar geht es hier um einen Kerl mit Träumen, der seinen inneren Schweinehund überwindet und mal was ganz Spontanes, Verrücktes unternimmt, aber ohne roten Faden und wirklichen Zusammenhang funktioniert das einfach nicht. Keine Ahnung, warum Stiller seit langer Zeit nicht mehr an Filme wie „Zoolander“ oder „Starsky & Hutch“ anknüpfen kann, aber dieser Film wirkt einfach nur noch wie ein hilfloser Versuch, sich mit etwas Tiefgang vom Klamauk-Image zu entfernen. Schade, offensichtlich muss man wohl hinnehmen, dass Ben Stiller seine besten und lustigsten Zeiten bereits hinter sich hat.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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