Kurz kritisiert, Vol. 9: Vom Schicksal, Marathon und Tod!

Und hier kommen die letzten Kurzkritiken für dieses Jahr, dabei sind dieses Mal „Katakomben„, „Grace of Monaco„, „Fünf Freunde 3„, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter„, „Wenn ich bleibe„, „Sein letztes Rennen„, „Nymph()maniac„, „[REC] 4“ und „Monty Python Live (Mostly) – One Down Five To Go„.

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„Boyhood“ – Linklaters großartiges 12-Jahre-Filmprojekt

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Das Erwachsenwerden eines Kindes zu verfilmen ist kein neues Konzept, allerdings hat Richard Linklater tatsächlich über 12 Jahre an seinem filmischen Meilenstein gedreht und damit tatsächlich dem Altern seiner Darsteller beigewohnt. Das Älterwerden mit all seinen Hürden, die ein Kind bzw. ein Teenager nehmen muss, kommt daher so realistisch rüber wie selten zuvor, nicht zuletzt weil Hauptdarsteller Ellar Coltrane auch seine eigenen Erfahrungen und Gefühle mit in das Drehbuch einfließen lassen durfte. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht absolut sehenswert und gleichzeitig ein wirklich beeindruckendes Highlight der Filmgeschichte.

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„Wish I Was Here“ – Auch Zach Braffs zweiter Film ist toll!

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Für die meisten wird Zach Braff für immer J.D. aus „Scrubs“ bleiben, doch wer damals seinen grandiosen Film „Garden State“ gesehen hat, weiß, dass Braff deutlich mehr drauf hat. Trotzdem hat es viele Jahre gedauert, bis mit „Wish I Was Here“ der zweite Film mit ihm vor und hinter der Kamera in die Kinos kommt. Dieser bleibt zwar etwas hinter „Garden State“ zurück, kann aber auch mit einer gefühlvollen Story, tollen Darstellern, originellen Ideen und einer gesunden Mischung aus lustigen und traurigen Szenen punkten. Man kann also nur hoffen, dass man auf Braffs nächsten Film nicht wieder so lange warten muss.

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„The Equalizer“ – Denzel Washington macht den Rächer!

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Überall nur Bösewichte, und keiner kann sie alle ausschalten, da ist Selbstjustiz nicht zuletzt seit der „Taken“-Reihe ein beliebtes Action-Thema, am besten mit einem sympathischen Kerl, der aber mal selber Killer war und gleich alle auf einmal umlegen kann. Dieses Mal hat man sich Denzel Washington ausgesucht, der auf seine alten Tage noch mal richtig den rettenden Killer mimen darf. Wer Filme dieser Art mag, wird hier auf jeden Fall gut unterhalten, ansonsten bleibt „The Equalizer“ auch nur Massenware und wird nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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„Dumm und dümmehr“ – Einfach nur mies und peinlich!

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Es gibt Klamauk-Klassiker, die mit ihrem wirklich unterirdischen Humor doch einen Nerv getroffen haben und einen tatsächlich bis heute zum Lachen bringen können, „Dumm und dümmer“ von 1995 mit Jim Carrey und Jeff Daniels gehört dazu. Warum die für ihren pubertären Humor bekannten Farelly-Brüder fast 20 Jahre später überhaupt noch eine Fortsetzung machen, und die dann auch noch so schlecht und unlustig daher kommt, ist mir echt ein Rätsel. Und bei Carrey und Daniels läuft es derzeit wohl auch nicht so gut, warum hätten sie bei diesem Rohrkrepierer sonst überhaupt mitmachen sollen.

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„Die Tribute von Panem – Mockingjay, Teil 1“ – Schwächelt!

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Dass man eine Buchreihenverfilmung streckt, indem man den letzten Teil auf zwei Filme verteilt, ist in den letzten Jahren sehr beliebt, also hat man sich auch bei den „Tributen von Panem“ dafür entschieden. So kommt nach einem soliden ersten Teil und einer spannenden Fortsetzung nun des dritten und letzten Teils erste Hälfte und die wirkt auch so, als würde sie nur eine halbe Handlung erzählen. Hinzu kommt, dass sich das komplette Setting geändert hat und man statt bunten Arenen und düsteren Wäldern fast ausschließlich graue Trümmer und triste Bunker zu sehen bekommt. Die Story wird zwar interessant weitererzählt, aber irgendwie kann einen „Mockingjay, Teil 1“ nicht mehr so gut unterhalten wie seine Vorgänger. Warten wir mal, was der Abschluss nächstes Jahr noch zu bieten hat.

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„Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“ – The Last Goodbye

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Gone Girl

Nun heißt es Abschied nehmen – nicht nur vorerst von Mittelerde im Kino, sondern auch endgültig von der Hoffnung, dass die „Hobbit“-Trilogie ähnlich grandios wie „Der Herr der Ringe“ werden könnte. Wenn man ehrlich ist, hat man nicht mehr viel erwartet. Man kennt z.B. die künstliche CGI-Visualität, dürftige Handlungsstränge sowie Over-the-Top-Action nun schon aus den zwei Vorgängern. Und so lässt man sich von „Die Schlacht der fünf Heere“ nett unterhalten und hat dabei fast vergessen, was die Trilogie für ein Potenzial gehabt hat. Alles in allem besitzt der Film ein paar gute Momente und einige Fremdschäm-Szenen, plätschert aber im Großen und Ganzen vor sich hin, bis man schließlich realisiert: Das war’s.

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„Nightcrawler“ – Psycho Jake Gyllenhaal dreht für die News

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Bekannt wurde Jake Gyllenhaal mit „Donnie Darko“ in einer nicht ganz normalen Rolle und ist seither weiterhin am besten, wenn er etwas absonderliche Rollen spielt, zuletzt in Filmen wie „Enemy“ oder „Prisoners„. Die Rolle von Lou Bloom in „Nightcrawler“, einem intelligenten aber gewissenlosen Außenseiter, der sein Talent darin entdeckt, blutige Tatorte für die Nachrichten zu filmen, ist daher wie für ihn gemacht. Die vermutlich durch spezielle Kontaktlinsen extrem irre schauenden Augen geben dem ohnehin gut spielenden Gyllenhaal das I-Tüpfelchen, was seine Rolle zu einer der besten Psychos der letzten Jahre macht.

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