Kurz kritisiert, Vol. 10: Von Reisen und anderen Abenteuern!

Und wieder widme ich mich kurz ein paar Filmen, die mir in den letzten Monaten entgangen sind oder es gar nicht erst zu uns ins Kino geschafft haben, in den meisten Fällen durchaus zurecht. Wirklich überzeugen kann von den Filmen „Hectors Reise„, „Northmen„, „Bernie„, „Left Behind„, „Outcast„, „Maps To The Stars“ und „Die Pinguine aus Madagascar“ nämlich leider keiner so richtig.

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„Fifty Shades of Grey“ – Öder Liebesfilm mit SM-Elementen!

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Ich habe die Bücher nicht gelesen und hätte den Film vermutlich auch komplett ignoriert, wenn darum nicht so ein unglaublicher Hype gemacht worden wäre. Also wollte ich mich durchquälen und danach einen schönen Verriss schreiben. Doch die erste Verfilmung von „Fifty Shades of Grey“ ist nicht schlecht, aber definitiv auch nicht gut, eben durchweg überflüssig und die Aufmerksamkeit garantiert nicht wert. Denn wenn man die (sehr prüde und jugendfrei) inszenierten Sexszenen weglässt, bleibt eine billige Liebesgeschichte ohne wirkliche Höhen und Tiefen. Zudem hätten dem Film Darsteller mit echter Ausstrahlung gut getan.

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„Jupiter Ascending“ – Bunter, überladener SciFi-Blödsinn!

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Einst haben die Wachowski-Geschwister „Matrix“ erschaffen, bis heute ein cineastischer Meilenstein. Die beiden Fortsetzungen waren auch noch sehenswert, doch ab da kam nichts Spannendes mehr. Umso mehr ließen die bunten Trailer von „Jupiter Ascending“ auf actiongeladenes und optisch beeindruckendes Popcornkino hoffen, doch das Ergebnis ist einfach nur enttäuschend. Klar, Action und bunte Spezialeffekte gibt es genug, aber die Handlung dazwischen und das ganze Setting sind so sinnentlehrt, dass sich dann wohl auch Mila Kunis, Channing Tatum, Sean Bean und der unlängst mit dem Oscar prämierte Eddie Redmayne dachten, sie müssten schauspielerisch auch nicht mehr als ein Armutszeugnis abliefern.

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„Unbroken“ – Angelina Jolies neues Kriegsdrama!

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Die besten Geschichten schreibt doch das Leben selbst, die unglaubliche Geschichte von Louis Zamperini, die von Olympia über verschollen auf dem Meer bis zur japanischen Kriegsgefangenschaft führt, ist aufwendig und mitreißend inszeniert und lässt einen immer wieder erstaunen, welche Reihe von Zufällen doch manchen Menschen wiederfahren und welches Leid sie ertragen und letztendlich bewältigen können. Sicher hier und da mit etwas viel Pathos versehen, ist der Film doch optisch und inhaltlich gelungen, auch die Darsteller, allen voran Jack O’Connell, können überzeugen.

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„Seventh Son“ – Mieser Fantasy-Rohrkrepierer!

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Das ursprüngliche Filmstudio konnte den Film nicht zu Ende finanzieren, so kam er letztendlich mit einigen Jahren Verspätung erst in die Kinos. Doch was lange währt, wird in diesem Fall nicht besser, da helfen auch übertriebene Special Effects und Stars wie Jeff Bridges oder Julianne Moore nicht. Der Film wirkt billig, die Handlung ebenfalls und die Stars liefern vermutlich mit die schlechtesten Darstellungen ihrer Karriere ab. Was im Trailer noch etwas nach einem epischen Fantasykracher aussah, ist in Wirklichkeit ein nicht wirklich origineller Fantasystreifen, der auch Fans des Genres nicht unbedingt überzeugen dürfte.

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„Männerhort“ – Unlustig, klischeebeladen und peinlich!

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Irgendwie gab es eine Zeit, da waren deutsche Komödien originell und witzig, da waren Detlev Buck und Christoph Maria Herbst immer für ein paar Lacher gut, aber dieses Machwerk ist einfach nur peinlich in jeder Hinsicht, egal, ob es die Handlung, der Humor, die dargestellten Klischees oder die Leistung der Darsteller ist. Eine gewisse Erklärung könnte darin bestehen, dass der Film unter der Regie einer Frau entstanden ist, das würde auf jeden Fall erklären, wie die bescheuerten Charaktere entstanden sind, ein Mann hätte einen Film über Männer vermutlich anders inszeniert.

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Infos zu „Episode 8“ und dem Spin-off „Rogue One“

Es gibt wieder Neuigkeiten aus Disneys „Star-Wars“-Imperium: „Episode 8“ hat nun offiziell den 25. Dezember 2016 als US-Starttermin und „Looper“-Regisseur Rian Johnson offiziell als Autor und Regisseur des Films bestätigt. Auch zum ersten Spin-off gibt es langsam Konkreteres: Der von Gareth Edwards („Godzilla“) inszenierte Film wird schon am 26. Mai 2017 in die US-Kinos kommen, „Rogue One“ heißen und Felicity Jones in der Hauptrolle haben. Klingt eher nicht nach Han-Solo- oder Boba-Fett-Spin-off …

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„Serena“ – Lawrence und Cooper erneut als Filmpaar!

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Die Zusammenarbeit von Bradley Coopers und Jennifer Lawrence hat schon in „Silver Linings“ und „American Hustle“ gut funktioniert, also hat man sie hier ein weiteres Mal zusammen auf die Leinwand geschickt und wieder harmonieren sie sehr gut. „Serena“ beginnt als nette Romanze mit etwas Western-Optik und wird immer mehr zu einem psychotischen Eifersuchtsdrama, das bis zum Ende sehr ruhig und trotzdem sehr spannend daher kommt. Vor allem Jennifer Lawrence kann mal wieder alles geben, aber auch Bradley Cooper macht seine Sache gut. Ein guter Film, der zu Unrecht irgendwie im letzten Jahr untergegangen zu sein scheint.

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