„Fifty Shades of Grey“ – Öder Liebesfilm mit SM-Elementen!

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Ich habe die Bücher nicht gelesen und hätte den Film vermutlich auch komplett ignoriert, wenn darum nicht so ein unglaublicher Hype gemacht worden wäre. Also wollte ich mich durchquälen und danach einen schönen Verriss schreiben. Doch die erste Verfilmung von „Fifty Shades of Grey“ ist nicht schlecht, aber definitiv auch nicht gut, eben durchweg überflüssig und die Aufmerksamkeit garantiert nicht wert. Denn wenn man die (sehr prüde und jugendfrei) inszenierten Sexszenen weglässt, bleibt eine billige Liebesgeschichte ohne wirkliche Höhen und Tiefen. Zudem hätten dem Film Darsteller mit echter Ausstrahlung gut getan.

Mauerblümchen Anastasia lernt den reichen, gut aussehenden Christian kennen und zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Beziehung. Während Anastasia von Romantik und Zärtlichkeit träumt, bleibt Christian distanziert und offenbart ihr schnell, dass seine Vorlieben anderer Natur sind. Er will, dass sie seine Sexsklavin wird und ihm einen entsprechenden Vertrag unterschreibt. Doch dazu kann Anastasia sich nicht entscheiden und Christian merkt langsam, dass sie ihm mehr bedeutet als die anderen Partnerinnen vorher. Beide bekommen so einen Einblick in die Liebeswelt des anderen, was beide zu verändern scheint.

Nach allem, was ich gehört habe, soll Christian Grey im Buch in erster Linie charismatisch sein, das bringt Jamie Dornan leider gar nicht rüber, zu hölzern, weinerlich und anhänglich kommt er daher. Dakota Johnson ist als Mauerblümchen Anastasia Steele schon etwas überzeugender, aber wirklich erotisch ist sie auch nicht. Da helfen auch die gut gebauten nackten Körper der beiden nicht, die vermutlich der Hauptgrund für das Casting waren. Warum man bei einer solchen Vorlage allerdings bei der Umsetzung dermaßen prüde vorgeht und das in einer Kinowelt, wo inzwischen fast alles erlaubt ist, will sich mir nicht erschließen. Daher frage ich mich weiterhin, welches Publikum von den Büchern und entsprechend diesem Film angesprochen wird und worin dieser unglaubliche Hype begründet ist. Bei den „Twilight“-Filmen hat sich die Autorin bewusst den Fantasien junger Mädchen bedient, aber werden hier dann die Fantasien großer Mädchen verarbeitet? Oder ist man heutzutage cool, wenn man ach so anstößige Bücher gelesen hat, von denen man offen jedem erzählen darf? Vielleicht kann ich als Mann diese Frage nicht beantworten, aber eigentlich ist es mir auch egal. „Fifty Shades of Grey“ hat mir nicht weh getan, aber auch in keiner Form vom Hocker gehauen. Interesse an den Büchern hat aber aber auch kein Stück geweckt.

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