„Crimson Peak“ – Leider nur mittelmäßig gruselig!

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Guillermo del Toro war einst ein Ausnahmeregisseur, der mit seinem ganz speziellen Stil Kultfilme wie „Pan’s Labyrinth„, „Hellboy“ oder „The Devil’s Backbone“ schuf. Nach Blockbustern wie „Pacific Rim“ und der Vampirserie „The Strain“ hatte man sich eigentlich darauf gefreut, mit „Crimson Peak“ endlich wieder einen Horrorfilm des Regisseurs abseits der Blockbuster-Welten zu sehen, doch der Film funktioniert leider überhaupt nicht und kann so weder mit einer gruseligen Handlung noch gelungenen Schockmomenten punkten, da helfen auch Mia Wasikowska, Tom Hiddleston und Jessica Chastain nicht.

Lange Zeit ist seit dem Tod ihrer Mutter und bösen Geistervisionen vergangen, als die junge Edith Cushing sich in den mysteriösen Thomas Sharpe verliebt, ihn heiratet und zusammen mit dessen Schwester in deren baufälliges Anwesen zieht. Als ihre Visionen dort in beängstigender Form zunehmen, erkennt Edith, dass Thomas und seine Schwester ein düsteres Geheimnis vor ihr verbergen.

Eigentlich ein interessantes Setting, gute Schauspieler und ein Regisseur mit einem Händchen für optisch ansprechende Horrorfilme. Trotzdem passt hier nichts so richtig zusammen. Die Schockmomente und Gruselszenen erinnern an „The Woman in Black“, schaffen es aber kaum, wirklichen Horror zu verbreiten. Die Darsteller bleiben ebenfalls hinter ihren Möglichkeiten zurück und auch die für Guillermo del Toro typische Optik wirkt einfach nicht rund. Die Auflösung ist vorhersagbar und wenig originell, die Entwicklung der Darsteller nicht wirklich nachvollziehbar. Schade, wenn ein Regisseur sich auf seine Wurzeln besinnen will und diese offensichtlich nicht mehr da sind, was soll er dann als nächstes machen?

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Ein Kommentar

  1. Stimme zu. War ziemlich unausgegoren; das Haus und die Kostüme waren visuell großartig, aber man hat sich trotzdem ein wenig gefragt, ob er dafür einfach das Set zum von ihm produzierten „Don’t Be Afraid of the Dark“ genommen und ein wenig umgebaut hat.
    Ansonsten ist die Story schleppend, vorhersehbar und der starke Charakter der Hauptfigur ist schlagartig verschwunden, sobald sie im Haus ist. Gruselig war leider gar nichts, dafür waren die Geister zu sehr digital nachbearbeitet und die Schockeffekte von der Stange. Die Schauspieler waren souverän, aber nicht besonders erwähnenswert, zumal man gerade Mia Wasikowska schon öfter in ziemlich ähnlichen Rollen gesehen hat.
    Schade, es war zu hoffen, dass del Toro es schafft, sich auf seine visuellen und inszenatorischen Stärken zurückzubesinnen – das war leider nicht der Fall. Mit einem neuen „Pans Labyrinth“ oder zumindest „Devil’s Backbone“ sollte man wohl nicht mehr rechnen.
    Wenn dieser starbesetzte, CGI-lastige Film wieder einer seiner „kleineren“ werden sollte, der inhaltlich mehr zu bieten hat als seine stumpfen „Pacific Rim“-Kloppereien, will ich mir gar nicht vorstellen, was nun danach wieder kommt.

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