„Ghostbusters“ – Erstaunlich unterhaltsame Neuauflage!

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ghostbustersLange hielt sich das Gerücht, der alte Cast würde sich für „Ghostbusters 3“ doch noch zusammenfinden, doch spätestens nach dem Tod von Harold Ramis wurde das unmöglich. Also wurde die Idee eines Reboots verfolgt und die Hauptrollen mit Frauen besetzt, was im Internet wohl einen der größten Shitstorms aller Zeiten auslöste. Auch ich stand dem Film mehr als skeptisch gegenüber, doch die Neufassung kommt erstaunlich lustig, ideenreich und trotz vieler bekannter Elemente sehr eigenständig daher. Die Hauptdarstellerinnen Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon und Leslie Jones nerven nicht so wie befürchtet, Chris Hemsworth hat ein paar echt amüsante Momente und auch die Cameos der Darsteller aus dem Original sind nett.

Erin wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, in der sie sich mit Geistern beschäftigt hat, so trifft sie auf ihre alte Freundin Abby, die zusammen mit Jillian weiter auf dem Gebiet forscht. Als sie zusammen tatsächlich auf einen Geist treffen, tun sie sich zusammen, um den immer häufiger auftretenden Geistererscheinungen entgegen zu treten. Das Team wird durch U-Bahn-Angestellte Patty und am Schreibtisch durch den den attraktiven aber sehr dummen Kevin verstärkt.

Mit „Ghostbusters“ hat sich Regisseur Paul Feig einen derart großen Kultfilm als Vorlage ausgesucht, dass er mit jeder Menge Kritik rechnen musste. Aber derart negative Reaktionen wie die zum ersten Trailer hatte er sicher auch nicht erwartet. Die Fans fühlten sich bestätigt, man würde den Klassiker mit Füßen treten, die Kritik an einem weiblichen „Ghostbusters“-Team wurde zur Sexismus-Debatte und der Film bekam schon vor seinem Start einen Stempel aufgesetzt. Vielleicht tut es einem Film manchmal aber auch gut, wenn die Erwartungen gar nicht mehr so hoch sind, denn mich konnte die Neuauflage tatsächlich gut unterhalten, obwohl ich ein absoluter Fan des 84er Originals bin und weder den Trailern noch der neuen Besetzung vorher etwas abgewinnen konnte.

Beim Reboot handelt es sich natürlich um etwas Neues, das muss auch Fans klar sein, auch mit Logik muss man dem Film nicht kommen, dem Original aber auch nicht. Wer aber lustige Geisteraction sehen möchte und dabei die ein oder andere gelungene Hommage an einen wirklich geliebten Kultfilm aus den 80ern sehen möchte, der macht hier nichts falsch.

Ich persönlich mag Melissa McCarthy nicht, aber sie ist auszuhalten, Kristen Wiig und Leslie Jones passen gut zu ihren Charakteren, so richtig Spaß machen aber vor allem Kate McKinnon als verrückte Ingenieurin Jillian und Chris Hemsworth als einer der wohl dümmsten Charaktere der Filmgeschichte. In Cameos sind übrigens neben den alten „Ghostbusters“ Bill Murray, Dan Aykroyd und Ernie Hudson auch Sigourney Weaver und Annie Potts zu sehen.

„Ghostbusters“ schickt das Franchise in eine amüsante neue Richtung und hat so Potential, dass auch noch eine Fortsetzung drin wäre, sollte man die Idee eines weiteren männlichen Reboots hoffentlich wieder verwerfen.

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