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schlefazSchande über mich, dass ich erst jetzt zu Beginn der inzwischen sechsten Staffel „SchleFaZ“-Fan geworden bin. Da ist nicht nur meine Begeisterung für Oliver Kalkofe und seine Sendungen „Kalkofes Mattscheibe“ sowie neuerdings auf Tele5 „Kalkofes Mattscheibe Rekalked“, sondern auch die Tatsache, dass ich mit Kumpels früher selber ein regelmäßiges Event namens „Mittwoch ohne Niveau“ zelebrierte, bei dem wir uns die miesesten Streifen antaten und darüber ablästerten. Doch nach einigen Ausflügen in die Abgründe der Filmkunst bin ich einerseits begeistert vom „SchleFaZ“-Team Oliver Kalkofe und Peter Rütten, andererseits schockiert von den Rohrkrepieren, die die beiden in ihrer Reihe so präsentieren.

Nach der bereits besprochenen Sharknado-Trilogie dachte ich eigentlich, es würde nicht noch schlimmer gehen und doch hätte ich nicht gedacht, wie tief ich noch in den Morast der Filmwelt abtauchen würde:

Battlefield Earth (Staffel 1, Folge 7)
(USA 2000)
Ein peinlicher Science-fiction-Film nach einer Romanvorlage des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard mit John Travolta und Forest Whitaker in ihren wohl peinlichsten Rollen und Kostümen. Im Jahr 3000 beuten Außerirdische vom Planeten Psychlo unsere Erde aus und versklaven die letzten Bewohner, doch einer widersetzt sich. Trotz hohem Budget eine Frechheit für Augen und Verstand, Hollywood in seiner schlechtesten Form.

Mega-Python vs. Gatoroid (Staffel 4, Folge 5)
(USA 2011)
Auch „Friedhof der Kuscheltiere“-Regisseurin Mary Lambert kann bei diesem Trash nicht besonders viel retten. Allerdings will dieser Film auch nicht mehr sein als ein mieser Monster-Clash-Film. Die Effekte sind billig, die Darsteller mies und die Handlung nur bescheuert. Als Trash aber gerade noch durchzuhalten, wenn auch nur mit schweren Gehirnschmerzen. Da helfen auch die gealterten 80er-Popsternchen Tiffany und Deborah Gibson nicht!

Supersonic Man (Staffel 4, Folge 7)
(ES 1979)
Es gibt viele miese Superheldenfilme, aber dieser spanische Schund sucht wirklich seinesgleichen. Ein Außerirdischer will in geheimer Schnauzbart-Identität die Erde retten, macht sich aber lieber an die Tochter eines entführten Wissenschaftlers ran und verfügt über Fähigkeiten wie Fliegen und Waffen in Bananen verwandeln. Auf der anderen Seite ein sinnlos labernder Bösewicht im Phrasen-Duell mit dem entführten Professor, der zudem gerne mal den wohl langsamsten Killerroboter der Filmgeschichte losschickt. Ein unfassbar konfuses Drehbuch ohne jegliche Restlogik, hier wussten vermutlich nicht mal die Macher, was das soll.

Thor der Allmächtige (Staffel 4, Folge 8)
(USA 2011)
Dieser Film hat nichts mit den neuen Marvelverfilmungen zu tun, irgendwie aber auch nichts mit dem Donnergott. Eine wirklich unterirdische Story, offensichtlich ohne jegliches Budget gedreht und mit dem wohl dümmsten Thor aller Zeiten. Da hilft auch „Booker“ Richard Grieco als Loki nicht, dieser Film tut einfach nur weh. Da der Film im gleichen Jahr wie „Thor“ von Marvel in die Kinos, kann man sich trotzdem schmunzelnd fragen, wie viele Idioten aus Versehen den falschen Film im DVD-Regal gegriffen haben.

Vampirella (Staffel 4, Folge 10)
(USA 1996)
Wenn man ein Comic mit einer großbrüstigen scharfen Frau im roten Latexkostüm verfilmen will, sollte man keine flachbrüstige Dumpfbacke mit den roten Latexentgleisungen einer Grundschulklasse ausstatten. Irgendein fieser Vampir vom Planeten Draculon will die Erde erobern, aber Vampirella folgt ihm und will ihn ausschalten. Neben ihrem belanglosen Aussehen bringt sie auch kein schauspielerisches Talent mit, das macht aber auch nichts, mit Talent war der Drehbuchschreiber nämlich auch nicht ausgestattet. Nichts für Vampir-, Horror- oder Trashfans, dieser Film gehört einfach nur in die Tonne.

Hentai Kamen (Staffel 5, Folge 2)
(JP 2013)
Die Japaner setzen immer noch einen drauf, ihr Superheld entfaltet seine Superkräfte, wenn er sich Damenschlüpfer übers Gesicht zieht und gegen Bösewichte in Schulinformen loszieht, um sie mit seinem Gemächt in „Borat“-Badehose auszuschalten. Das ist schon so absurd, dass es wieder einen gewissen Charme haben könnte, aber spätestens nach einer halben Stunde sehnt man sich doch dem Ende entgegen. Einfach nur verrückt, wer auf sowas steht, kann dem Ganzen vielleicht einen gewissen Unterhaltungsfaktor abgewinnen.

Musik, Musik, da wackelt die Penne! (Staffel 6, Folge 1)
(D 1971)
Wenn man sich „Die Lümmel von der ersten Bank“ zurück wünscht, muss dieser deutsche Pauker-Schlager-Klamauk schon richtig unterirdisch sein. Was Hansi Kraus, Ilja Richter und Gunter Philipp nicht schon in die unterste Schublade klamauken, zerstören die Schlager-Einlagen von Chris Roberts, Graham Bonney oder Howard Carpendale. Über die Sinnhaftigkeit der darum gebastelten Handlung eines Nachabiturs, eines Internats am See und eines Schlagermusicals muss hier kein Wort mehr verloren werden. Ein Glück, dass die 70er schon so weit zurück liegen.

Arachnoquake (Staffel 6, Folge 2)
(USA 2012)
Was passiert, wenn ein Regisseur sich ein paar unfassbar untalentierte Schauspieler schnappt und jeden Tag den Schund dreht, denn der Autor wohl gerade vor Drehstart neu erfunden und auch den letzten Drehtag schon wieder vergessen hat. Hier passt so gar nichts zusammen, selbst für ein B-Movie ist dieses Script schon nicht mehr tragbar. Irgendwie kommen durch ein Erdbeben ganz viele große Spinnen, aber eigentlich muss man nur die Königin töten und dafür Taucherklamotten in der Innenstadt zwischen Computereffekten aus der Mülltonne tragen. Wer bisher keine Angst vor Spinnen hatte, wird nach diesen Film immerhin Angst vor Spinnenfilmen haben. Nur für die, die mal sehen wollen, wie fertig „Terminator 2“-Star Edward Furlong inzwischen ist.

Sharktopus vs. Pteracuda (Staffel 6, Folge 5)
(USA 2014)
Auf der einen Seite eine Kreuzung aus Hai und Krake auf der anderen eine aus Flugsaurier und Barracuda. Wenn die sich nicht immer nur wie Mädchen stupsen würden, hätte wenigstens ein netter Monster-Clash-Trash daraus werden können, so sind wieder ein mieses Script, schlechte Effekte und ein unfähiger Cast dafür verantwortlich, dass auch hier die Unterhaltung komplett auf der Strecke bleibt. Da hilft auch Robert Carradine, der Bruder von David und Keith Carradine nicht, ganz im Gegenteil.

Dämonen aus dem All (Staffel 6, Folge 6)
(IT 1966)
Aufgrund eingeschränkter Möglichkeiten müsste man uralten Horrorfilmen eigentlich mit Nachsicht begegnen, aber das was hier an Inkompetenz vor und hinter der Kamera versammelt wurde, ist schon beachtlich. Wenn Yetis aus dem All die Polkappen abschmelzen wollen, um unseren Planeten zu einem Eisplaneten zu machen, spricht der Plot eigentlich schon für bzw. gegen sich. Wenn die Yetis allerdings nur wie peinliche Opas aussehen und ihnen ein ständig mit kompetenter Stimme Blödsinn reden und machender Commander entgegen gesetzt wird, ist die Auseinandersetzung doch eher peinlich als spannend. Das hätte auch 1966 nicht so grauenvoll inszeniert werden dürfen. Auch Alter schützt nicht vor Unfähigkeit!

Daniel der Zauberer (Staffel 6, Folge 7)
(USA 2015)
Zuletzt dann wirklich der wohl unerträglichste Film der Filmgeschichte. Wer diesen Murks um DSDS-Star Daniel Küblböck komplett durchhält, kann schon was auf sich halten. Ulli Lommels Mistwerk besticht durch miese Homevideo-Qualität, Dialoge unter Porno-Niveau und eine völlig sinnentleerte Handlung. Das hier ist kein Kunstfilm, kein Musikfilm, das ist einfach eine Beleidigung des menschlichen Verstands. Und das hat nicht nur was mit Küblböcks unfassbar nerviger Persönlichkeit und Musik zu tun, alles andere ist mindestens genauso schlimm. Wenn sogar Küblböck selber den Film für völlig vergeigt hält, muss da schon richtig was in die Hose gegangen sein. Auf keinen Fall alleine und ohne das „SchleFaZ“-Team gucken, hier ist Beistand zwingend nötig, sonst könnten bleibende Folgeschäden auftreten!

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