„Luke Cage“ – Marvels „Blaxploitation“-Superheld!

Und weiter geht es bei Netflix nach „Daredevil“ und „Jessica Jones“ auf dem Weg zu „The Defenders“, denn jetzt hat auch Luke Cage seine eigene Serie bekommen. Eingeführt wurde der Charakter bereits bei „Jessica Jones“ und wie bei den beiden anderen Netflix-Serien überzeugt auch hier der eigene Stil, die möglichst realistischen Charaktere und eine interessante Handlung, die aber eben viel bodenständiger daherkommt als die Kinoabenteuer des MCU. Mit Luke Cage hat Marvel aber endlich mal etwas für die farbige Fangemeinde, denn nicht nur der Hauptdarsteller, sondern der ganze Stil erinnert an die „Blaxploitation“-Zeit der 70er.

Seit Luke Cage sich von Jessica Jones getrennt hat, lebt er zurückgezogen in Harlem und verbirgt seine übermenschlichen Kräfte. Als jedoch sein Mentor vom Gangsterboss Cornell „Cottonmouth“ Stokes umgebracht wird, wird Cage ohne es zu wollen doch wieder in einen Konflikt mit hineingezogen. Doch immer mehr erkennt er, dass es vielleicht doch seine Bestimmung ist, sich für die Farbigen und die Unterdrückten in New York einzusetzen.

Wie schon „Jessica Jones“ ist auch „Luke Cage“ spezieller und absolut keine typische Marvel-Superheldenstory. Immerhin kann man sich mit Luke Cage schneller identifizieren und sich besser von der Handlung mitreißen lassen, gerade weil sie mal eine völlig neue Richtung einschlägt. Gerade wenn man den perfekt ausgesuchten Mike Polter als Luke Cage und die von Rosario Dawson gespielte Claire Temple in den anderen Serien gesehen hat, merkt man schnell, dass sie eigentlich hier hin gehören. Das ganze Szenario funktioniert so gut, weil es rundum „schwarz“ ist, die großartigen Darsteller, das Setting in Harlem, die Optik, der Sound, alles ist perfekt auf seinen Hauptcharakter abgestimmt.

So darf man sich fragen, ob das Crossover mit allen „Defenders“ überhaupt funktionieren wird, sobald auch noch „Iron Fist“ in seiner eigenen Serie eingeführt wurde. Denn alle drei bisherigen Charaktere funktionieren in ihrem eigenen Umfeld am besten, gerade bei Luke Cage, den man bereits in zwei Serien sehen konnte, wird das deutlich. Trotzdem zeigt Netflix mal wieder, dass man Marvels Superhelden auch ohne bunte Popcornaction inszenieren kann, die kommenden Serien und Staffeln dürften also weiter interessant bleiben.

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