„John Wick: Kapitel 2“ – Keanu Reeves killt wieder!

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Zu einem Zeitpunkt, als man Keanu Reeves gar nicht mehr auf dem Zettel hatte und glaubte, man hätte schon jede „Ein-Mann-Armee“ gesehen, kam „John Wick“ und katapultierte nicht nur Reeves wieder ins Rampenlicht, sondern lieferte eine so großartig inszenierte Killershow ab, wie es sie zuvor noch nicht gab. Das bietet auch die Fortsetzung, Wick definiert den Bodycount neu und mordet sich absolut sehenswert durch die gegnerischen Horden, hervorragend choreografiert und optisch stilvoll in Szene gesetzt. Das macht allerdings nicht mehr so viel Spaß wie im ersten Teil, denn irgendwie fehlt hier die Selbstironie und das amüsante Augenzwinkern, das den ersten Teil so besonders gemacht hatte.

johnwick2John Wick holt sich noch sein geklautes Auto zurück und will gerade wieder in den Ruhestand zurück, als ein ehemaliger „Kollege“ ihn erinnert, dass er noch eine Schuld abzugleichen hat. Als Wick ablehnt, wird sein Haus komplett zerstört. Wick fügt sich daraufhin dem Gesetzgefüge seiner Killerwelt, weiß aber jetzt schon, dass sein Kollege direkt nach Begleichen der Schuld der nächste auf seiner Liste ist. Doch dann erfährt er von dem grauenvollen Auftrag, den er vorher zu erledigen hat.

Der Film fängt noch ganz nett an, wenn er sich über die Reparatur seines total schrotten Autos unterhält, hat der Film auch ein paar seiner komischen Momente, aber ab da ist jeglicher Humor tabu. Wick wird zum „schwarzen Mann“, metzelt seine Gegner auf brutalste Art und Weise nieder, sodass man schon bald nicht mehr mitzählen kann. Natürlich ist die Killerwelt böse und sicher können die Kampfszenen auch hier absolut überzeugen, aber warum haben die Macher dem Film jegliche Selbstironie entzogen? So wird der Film, dessen Vorgänger sicher auch ein wenig als Persiflage auf das Genre gesehen werden konnte, doch wieder zu einem schlichten „Ein Mann will Rache und killt sich den Weg frei“-Film. Auch kommt die Welt der Killer hier zu kurz, trug diese doch im Vorgänger ebenfalls maßgeblich zur Originalität des Films bei. Keine Frage, Reeves ist weiterhin cooler als die Konkurrenz, aber so ernst entfernt er sich leider von der Sonderstellung, die er bisher noch hatte. Mal schauen, was aus dem Cliffhanger am Ende im dritten Teil wird. Die Reihe hat weiterhin Potential, aber sie muss wieder mehr Spaß machen.

Für „Matrix“-Fans ist natürlich das erneute Zusammentreffen mit Laurence Fishburne etwas Besonderes, allerdings kann der mit seiner Rolle wohl auch erst im nächsten Teil richtig zur Geltung kommen. Leider haben Ian McShane und Peter Stormare nicht mehr Screentime bekommen.

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johnwick2

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