„Verborgene Schönheit“ – Will Smiths Rehabilitation bleibt aus

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Hätte Will Smith damals nicht die Hauptrolle in „Django Unchained“ für das Weltraumdesaster „After Earth“ geopfert, wäre seine Karriere vielleicht nicht so abgestürzt. Seither sucht er weiterhin auf einen neuen Erfolg und hat mit dieser der „Weihnachtsgeschichte“ ähnlichen Geschichte gar nicht mal ein so unoriginelles Projekt ausgewählt, doch das Ergebnis kommt so tölpelhaft daher, dass irgendwie gar nichts funktionieren will. Da hilft auch der beeindruckende Nebencast von Kate Winslet, Edward Norton und Michael Peña bis zu Keira Knightley und Helen Mirren nicht wirklich. Alle machen hier leider keine gute Figur, da das ambitionierte Projekt sich selbst zu ernst nimmt und so keine Szene das eigentliche Potential richtig umsetzt.

Seit der erfolgreiche Unternehmer Howard seine kleine Tochter verloren hat, ist er in einer tiefen Depression versunken. Auch die Partner seiner Werbefirma können nicht zu ihm durchdringen und fürchten um die Zukunft ihres Unternehmens. Als ein Privatdetektiv herausfindet, dass Howard an den Tod, die Zeit und die Liebe addressierte Briefe verschickt, engagieren sie Schauspieler, die diese darstellen sollen, um Howard so wieder ins Leben zurück zu holen.

Ein trauriges Schicksal, ein gebrochener Mann und ein emotionaler Dialog mit Tod, Zeit und Liebe – eine nicht uninteressante Basis für einen Film. Doch alle Faktoren wirken irgendwie falsch. Man will sich nicht in die Rolle des Vaters versetzen und doch wirkt sein Verhalten maßlos überzogen und irgendwie absolut nicht der Situation entsprechend. Seine Kollegen kann man auch schwer mögen, auch wenn ihre eigenen Schicksale mit in die Handlung eingewoben werden. Am schlimmsten sind aber Tod, Liebe und Zeit, deren Dialoge mit dem Vater trotz toller Besetzung so unoriginell und in keiner Form Sinn machend ausfallen, dass es einfach nur peinlich ist. Da macht es sogar der (vorhersehbare) letzte Twist in der Handlung sogar noch schlimmer als besser.

Will Smith spielt dabei gar nicht mal so schlecht, aber auch sein Charakter will wie gesagt gar nicht funktionieren. Wer sich natürlich in der ganzen Traurigkeit ersäuft und so einen Blödsinn wie die „verborgene Schönheit“ in dem Schicksalschlag erkennen will, kann vielleicht sämtliche Logik und vor allem die Möglichkeiten eines Dialogs mit Tod, Liebe und Zeit in dieser Situation außer acht lassen. Die schlechten Pressekritiken zeigen allerdings, dass offensichtlich nicht nur ich von dieser vergeigten Chance maßlos enttäuscht war.

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