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loganSeit Hugh Jackman 2000 im ersten „X-Men“-Film in die Rolle von Wolverine schlüpfte, war er die perfekte Besetzung. Seither war er mindestens mit Cameo-Auftritten in allen alten und neuen „X-Men“-Filmen um die Mutanten dabei und absolvierte mit einem missratenen „X-Men Origins: Wolverine“ und einem soliden „Wolverine: Weg des Kriegers“ bereits zwei Solofilme ab. Für „Logan – The Wolverine“ schlüpft er jetzt ein letztes Mal in diese Rolle und liefert ein wirklich brutales, düsteres Finale ab. Auch Patrick Stewart ist ein letztes Mal an „Professor X“ dabei, vermutlich ebenfalls mit seiner ausdrucksstärksten Leistung in dieser Rolle.

Inhalt

Im Jahr 2029 sind fast alle Mutanten tot, nur noch ein deutlich gealteter Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) und ein von Anfällen geplagter Charles Xavier alias Professor X (Patrick Stewart) verstecken sich nahe der mexikanischen Grenze. Als Logan jedoch ungewollt die Aufsicht über ein junges Mädchen namens Laura (Dafne Keen) erhält, hat er plötzlich eine Horde Verfolger unter der Leitung von Halbcyborg Donald Pierce (Boyd Holbrook) hinter sich, denn Laura entpuppt sich als in einer Einrichtung gezüchtete Mutantin mit ähnlichen Fähigkeiten wie Logan, der sich nun entscheiden muss, ob er sein Leben ein weiteres Mal für andere aufs Spiel setzt.

Review

Nachdem Regisseur James Mangold und Hugh Jackman bereits das zweite Solo-Abenteuer zusammen gedreht hatten, hätte man nicht erwartet, dass ihnen mit dem letzten Einsatz von Hugh Jackman als Wolverine so ein Geniestreich gewinnen würde. Denn „Logan“ protzt nicht mit bunten Effekten und beeindruckenden Mutantenfähigkeiten, der Film ist ein dreckiges, düsteres, melancholisches Endzeitdrama, bei dem man vergeblich auf einen großen erfolgreichen Sieg des Guten wartet. Selbst Logan und Charles sind zynisch, depressiv und des Lebens überdrüssig, was mit zu den besten Dialogen ihrer „X-Men“-Karriere führt. Zudem bekommt der Wolfsmann mit den Stahlklauen endlich die Chance, seine animalischen Triebe aufs Äußerste ausleben zu können. Nachdem „Deadpool“ gezeigt hat, dass Superhelden mit „R-Rating“ Erfolg haben können, hat man sich auch bei „Logan“ nicht zurück gehalten. Der Film basiert übrigens auf der Comicreihe „Old Man Logan“.

Fans der anderen Filme sollten vorher wissen, dass dieser Film nicht viel mit den alten Filmen gemein hat und man sich auf ziemlich harte Verluste einstellen muss, aber vielleicht ist der Film deshalb so gut. Auch „Logan“ versucht es auf eine realistischere Art und das tut dem Film gut. Natürlich gibt es auch hier und da einige Logikfehler und ein paar nicht ganz passende Ansätze, aber grundsätzlich funktioniert das düstere Setting mit seinen gefallenen Helden.

Auch schauspielerisch können Hugh Jackman und Patrick Stewart noch mal richtig zeigen, was in ihnen steckt. Sie spielen ihre alten, verbitterten Charaktere so gut, dass es einem oft schon schwer fällt, sich überhaupt mit ihnen zu identifizieren. Aber auch „Narcos“-Star Boyd Holbrook und Newcomer Dafne Keen können absolut überzeugen, gerade letzte spielt die als Mischung aus verschüchtertem Teenager und brutalster Kampfmaschine wirklich großartig.

Das düstere Endzeit-Setting erinnert fast schon an „Mad Max“, alles ist dreckig, heruntergekommen und hoffnungslos. „Logan“ ist damit eine völlig neue Art von Comicverfilmung, aber das macht den Film eben aus. Und auch, wenn man sich ein paar mehr Infos darüber gewünscht hätte, was in den Jahren zuvor passiert ist, wieso die Mutanten ausstarben und welche Mitschuld Logan und Charles daran haben, passt der Film gut zu den Vorgängern, ohne sich deutlich zu widersprechen.

Fazit

Düster, zynisch und dreckig – „Logan“ ist der beste „Wolverine“-Solofilm und ein gelungener Abschluss für Hugh Jackman in dieser Rolle. Ob er der beste „X-Men“-Film ist, kann man so nicht sagen, da er eben völlig anders ist als die bunten Superheldenfilme, die eben auch ihre Vorzüge bieten. Die Darsteller spielen großartig, die Handlung funktioniert und auch die Optik passt. Ein toller Film, aber eben eine spezielle Comicverfilmung, die vielleicht nicht jeden überzeugen wird.

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