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Mit „Godzilla“ begann Hollywood 2014 ein Filmuniversum der kultigen japanischen Monster aufzubauen, „Kong: Skull Island“ führt jetzt den nächsten großen Gegner des Monsters ein und ist zugleich eine neue Variante der „King Kong“-Geschichte, allerdings wie der Titel schon sagt nur auf Skull Island. Kong ist dieses Mal nicht nur eine ganze Spur größer, er darf sich auch fröhlich inmitten von Bomben und Monstern austoben. Dass Regisseur Jordan Vogt-Roberts auch noch einen wirklich beeindruckenden Cast um Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, Brie Larson, John C. Reilly und John Goodman ist dabei nebensächlich, die sind hier eindeutig nur Nebendarsteller. Ein Vergleich mit Peter Jacksons „King Kong“ ist allerdings schwer, da dieser Film nicht mehr sein will als unterhaltsamer Monster-Clash! Das allerdings funktioniert super und macht jetzt schon Lust auf „Kong Vs. Godzilla“!

Inhalt

1973 machen sich eine Gruppe von Wissenschaftlern und Soldaten auf, um eine bisher unerforschte Insel zu erforschen. Nachdem sie die von wilden Stürmen umgebene schwer erreichbare Insel endlich überfliegen und erste Bomben für seismische Messungen abwerfen, werden sie plötzlich von einem Gorilla, so groß wie ein Hochhaus, angegriffen. Die wenigen Überlebenden begreifen, dass ihre Forschungen sekundär geworden sind, es geht nur noch darum, rechtzeitig und lebend zum Abholpunkt zu kommen. Doch Kong ist nicht das einzige Monster, das die Insel zu bieten hat. Unterstützung erhalten sie von einem im Zweiten Weltkrieg abgestürzten Piloten.

Review

„King Kong“ hat bereits zahlreiche Verfilmungen erhalten, das Original von 1933 ist bis heute ein Meilenstein und zuletzt setzte Peter Jackson 2005 dem Affen ein filmisches Denkmal. Doch „Kong: Skull Island“ verzichtet auf lange dramatische Verstrickungen und viele Emotionen, hier werden einfach ein Ladung Menschen auf einer Insel voller Monster ausgesetzt und fröhlich dezimiert. Das hat den Schauspielern sichtlich Spaß gemacht, auch wenn sie hier eben nicht wirklich durch Leistung sondern mehr durch Schreien, Ballern und Laufen überzeugen.

So könnte man sagen, dass der Film eher mittelmäßiger Trash sei, doch der Film ist so kurzweilig und optisch absolut beeindruckend inszeniert, dass es eben doch mehr Spaß macht als der Horrorstandard. Er geht so auch einen völlig anderen Weg als „Godzilla“, der sein Monster lange Zeit im Hintergrund hielt und sich doch ebenso auf eine funktionierende Handlung und die Fähigkeiten seiner Darsteller kümmerte. „Kong“ präsentiert sein Monster in Ansätzen schon nach wenigen Sekunden und hetzt den großen Affen auch gleich nach dem Erreichen der Insel auf die Ankömmlinge. Untermalt mit einem coolen Soundtrack voller großartiger Rockoldies, mit einfach nur gigantisch geschnittenen und gefilmten Actionszenen und einer kleinen Spur Selbstironie ballert sich dieser Film über die Kinoleinwand. Was man sieht, ist alles nicht neu, aber in dieser Form eben doch!

„Godzilla Vs. Kong“ soll dann 2020 kommen, aber ein kleines Highlight für Fans der japanischen Monstervorlagen gibt es schon nach dem Abspann. In einer Post Credit Scene werden neben Godzilla auch die Monster Rodan, Mothra und King Ghidorah bereits eingeführt. Das Monsteruniversum hat also noch einiges in petto.

Fazit

„Kong: Skull Island“ ist ein unterhaltsamer Monsterclash-Film, der fast völlig auf Tiefgang und eine wirkliche Handlung verzichtet. Trotzdem kann der Affenactionhorror dank toller Effekte, verrückter Action und absurder Monster überzeugen. Für Fans der japanischen Monsterfilme sicher ein Highlight, für die Anhänger des „Godzilla“-Remakes wohl ein wenig enttäuschend.

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