„Moonlight“ – Oscarprämiertes Drama über einen homosexuellen Farbigen

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Eigentlich besteht „Moonlight“ aus drei Kurzfilmen, die jeweils einen bestimmten Zeitpunkt im Leben eines jungen Afroamerikaners zeigen, der sich neben seinem kriminellen Umfeld auch mit dem Erwachsenwerden und seiner Homosexualität auseinander setzen muss. Da die drei Wendepunkte jedoch so gut miteinander verknüpft sind, funktioniert der Film als Ganzes ebenso perfekt. Neben einer tollen Bildsprache und der tiefgehenden Handlung profitiert der Film maßgeblich von Alex R. Hibbert, Ashton Sanders und Trevante Rhodes, die den Jungen in drei verschiedenen Altersstufen nicht nur an sich großartig, sondern auch so ähnlich spielen, dass man glauben könnte, es wäre wirklich immer der gleiche Junge. Aber auch Janelle Monáe, Naomie Harris und Mahershala Ali spielen ihre Nebenrollen super, Letzer wurde dafür sogar mit dem Oscar ausgezeichnet, „Moonlight“ selber holte neben dem Oscar als bester Film 2017 auch noch einen für das beste adaptierte Drehbuch.

Inhalt

Cover MoonlightDer neunjährige Chiron (Alex R. Hibbert) ist ein Außenseiter und leidet unter der Drogensucht seiner Mutter (Naomie Harris). Doch dann lernt er den Drogendealer Juan (Mahershala Ali) und seine Freundin Teresa (Janelle Monáe) kennen, bei denen er sich wohler fühlt, aber Juan auch damit konfrontiert, dass sein Job auch Teil von Chirons Problemwelt ist. Ein paar Jahre später wird Chiron (Ashton Sanders) in der Schule wegen seiner Art gemobbt und weiß nicht, wie er damit umgehen soll, dass er sich zu Jungen hingezogen fühlt. Als junger Erwachsener hat Chiron (Trevante Rhodes) sich komplett verändert, doch die Konfrontation mit seiner Mutter und seinem besten Schulfreund Kevin (André Holland) zeigt, dass sich hinter seiner harten Fassade immer noch die gleiche Unsicherheit verbirgt.

Review

Welchen Eindruck der Film gemacht hat, fällt einem eigentlich erst auf, wenn nach dem dritten Part ein Ganzes aus den drei Handlungspunkten geworden ist. Denn bei „Moonlight“ passiert augenscheinlich nicht sehr viel und doch steckt so viel in den Dialogen, die durch die hervorragenden Darsteller wirklich super umgesetzt werden. Der Film ist kein typischer Film über Homosexualität, das Erwachsenwerden oder das Leben in krimineller Umgebung, er verbindet seine Komponenten optisch und inhaltlich wirklich fantastisch und lässt einen mit Chiron leiden und auf eine positive Wendung hoffen. „Moonlight“ versteht es, einen zu fesseln und mit seinen nicht eindeutig positiv besetzten Charakteren mitzufühlen und das mit auf den ersten Blick sehr einfachen Mitteln. Doch wer genau hinsieht, erkennt, dass Regisseur Barry Jenkins sich bei allen Settings und Einstellungen etwas gedacht hat.

Fazit

Ob „Moonlight“ wirklich der beste Film des Jahres war, kann ich nicht voll und ganz unterschreiben, dass der Film gelungen ist aber auf jeden Fall. Viel weiter weg als dieses Drama kann man vom Popcornkino wohl kaum sein, das bietet dem Film aber die Möglichkeit, sich voll und ganz auf seine bisher unbeschriebenen Jungdarsteller und die emotionale Handlung zu verlassen, sodass „Moonlight“ zudem mit toller Optik zu einer wirklich runden Sache wird. Ein absoluter Geheimtipp, der vermutlich nur wegen der Auszeichnungen die verdiente Aufmerksamkeit erhalten hat.

Bildergalerie

Szenenfoto Moonlight

Szenenfoto Moonlight

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Szenenfoto Moonlight

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