„The Birth of a Nation“ – Emotionales Drama über den ersten Sklavenaufstand!

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Nat Turner gilt als einer der ersten Sklaven, der sich mit ein paar Gleichgesinnten ihren Unterdrückern entgegen stellten. Für Regisseur Nate Parker war es so ein Wunschprojekt, Turners Geschichte ins Kino zu bringen, dass er neben Regie, Produktion und Drehbuch auch noch die Hauptrolle übernahm. „The Birth of a Nation“ ist ein bitteres, provokantes, bildgewaltiges Epos, das ungeschönt das Leben der Sklaven drei Jahrzehnte vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und ihren Versuch des Widerstands zeigt. Der Film ist brutal, zynisch und bitter, ein emotionaler Rundumschlag. Besonders interessant ist der Einfluss des christlichen Glaubens, der beide Seiten in die Position versetzt, das Richtige zu tun und letztendlich auch dem Prediger Nat Turner als Vorlage für seinen radikalen Sinneswandel dient.

Inhalt

Cover Birth of a NationJahrzehnte vor dem amerikanischen Bürgerkrieg wächst Nat Turner (Nate Parker) auf einer Plantage auf und hat von der Gutsherrin (Penelope Ann Miller) schreiben und den christlichen Glauben gelernt. Doch als ihr Sohn Samuel Turner (Armie Hammer) alles übernimmt, wird Nat wieder auf der Plantage eingesetzt, nutzt sein Wissen aber, um den anderen Sklaven als Prediger Mut zuzusprechen. Als er jedoch auch auf anderen Plantagen als Prediger eingesetzt wird, um die Sklaven dort unter Kontrolle zu behalten, stellt er seine Position immer weiter in Frage. Nach weiteren grauenvollen Ereignissen will Turner die Freiheit für alle Sklaven durchsetzen, wie brutal das auch sein mag.

Review

„The Birth of a Nation – Aufstand zur Freiheit“ ist nicht der erste Film über die Sklaverei und doch setzt er sich mit dem Thema so ungeschönt auseinander, dass der Film absolut überzeugen kann. Man bekommt in brutalen Bildern gezeigt, dass man als Sklave auch bei einem „nettem“ Besitzer eben doch nur ein Besitz ist und das die andere Wange hinhalten in einer solchen Extremsituation eben doch nicht immer die Lösung sein kann. Für mich ist eine Szene besonders bezeichnend, wenn nämlich ein weißer Priester und Nat Parker sich mit Bibelpassagen „duellieren“, die immer jeweils aussagen, warum man sich seinen Herren zu unterwerfen hat bzw. warum man die Unterdrückung von der Obrigkeit nicht hinzunehmen hat. Eine generell für den christlichen Glauben sehr interessante Szene, zeigt sie doch, dass jeder seine Religion immer für seine eigenen Interessen ausnutzen kann.

Die Hoffnungslosigkeit schwingt den ganzen Film über mit und auch der plötzliche Sinneswandel des Hauptcharakters vom gütigen Prediger zum brutalen Mörder wird in seiner ganzen Zwiespaltigkeit inszeniert. Es ist einem klar, dass es bei einem Aufstandsversuch bleiben wird und doch fragt man sich, wie weit die Aufständischen wohl kommen werden. Gewalt erzeugt Gegengewalt, das demonstriert „The Birth of a Nation“ in wirklich brutalen Bildern.

Fazit

Das Historiendrama „The Birth of a Nation – Aufstand zur Freiheit“ zeigt den ersten Versuch eines Sklavenaufstandes in den amrikanischen Südstaaten in brutalen Bildern, die zum Nachdenken anregen. Regisseur Nate Parker kann auch als Hauptdarsteller überzeugen und schafft es, die enge Verwobenheit des christlichen Glaubens mit der Sklaverei aber auch dem Widerstand dagegen zu verdeutlichen.

Bildergalerie

Szenenfoto Birth of a Nation

Szenenfoto Birth of a Nation

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