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Hier kommen wieder ein paar Kurzreviews zu einigen Filmen, die ich zwischendurch noch schauen konnte und die immerhin kurz erwähnt werden sollten. Heute sind die Filme „Allied – Vertraute Fremde“, „Shut In“, „Sing“, „Kubo – Der tapfere Samurai“, „Conni & Co“, „Der Vollposten“, „Elvis & Nixon“ und „Die Schöne und das Biest“ mit dabei.

Allied – Vertraute Fremde
(USA 2016)
Die zerstörte Ehe von Brad Pitt und Angelina Jolie war für die Medien der interessanteste Teil, über den es bei diesem Film zu berichten gab, der Film selber ging eher unter. Doch das Agentendrama von Robert Zemeckis mit Brad Pitt, Marion Cotillard, Lizzy Caplan, Matthew Goode und August Diehl über zwei Agenten, die sich im Zweiten Weltkrieg kennen und lieben lernen, wo der Mann jedoch Jahre später der Tatsache gegenübersteht, dass man seine Frau und inzwischen Mutter seiner Tochter als Agentin für die Gegenseite verdächtigt, ist zwar hier und da ganz nett, aber mehr eben auch nicht.

shutinShut In
(USA 2016)
Der Horrorfilm mit Naomie Watts und Oliver Platt über eine Therapeutin, die sich seit dem für ihren Mann tödlichen Autounfall um ihren Sohn kümmert, der sich seitdem in einer Art Wachkoma befindet, fängt anfänglich noch ganz nett an. Doch im Verlauf der Handlung, wenn die Frau in ihrem Haus plötzlich von einem bösen Wesen heimgesucht zu werden scheint, wird immer absurder und funktioniert am Ende so gar nicht mehr. Ein paar nette Gruselmomente, die spätestens bei der mauen Auflösung auch nichts mehr wert sind.

Sing
(USA 2016)
Ein Animationsfilm über ein Gesangscasting, das klingt jetzt nicht so überzeugend. Doch dieser Animationsfilm über einen erfolglosen Theaterbesitzer, der über ein Casting versteckte Talente für ein Musikstück finden möchte und dabei auf echte Talente mit vielen privaten Problemen stößt, bietet genug amüsante Szenen, liebevolle Charaktere und gute Musikeinlagen, um tatsächlich insgesamt überzeugen zu können. Bei Weitem kein Meilenstein, aber ein netter Familienfilm für einen netten Nachmittag im Heimkino.

Kubo – Der tapfere Samurai
(USA 2016)
Durch die Nominierung bei den Oscars bin ich über diesen gelungenen Animationsfilm gestolpert und war wirklich begeistert, was mit Stop-Motion-Technik heutzutage möglich ist. Die gefühlvolle Handlung um einen Jungen, der aufgrund seiner mysteriösen Herkunft von bösen Wesen verfolgt wird und mit ein paar verrückten Begleitern Teile einer geheimnisvollen Rüstung sucht, um sich den Verfolgern entgegen setzen zu können, kann einen schnell fesseln. In fantastischen Bildern wird die in der japanischen Mythologie angesiedelte Geschichte erzählt und bietet eine perfekte Kombination aus melancholischen und amüsanten Szenen. Ein wirklich einzigartiger Animationsfilm!

Conni & Co
(DE 2016)
Für meine dreijährige Tochter sind die Geschichten von Conni ein wesentlicher Teil ihrer Kindheit, und obwohl ich die Conni-Bücher für ältere Kinder nicht kenne, wollen das Drehbuch über Conni, die den Hund von ihrem fiesen Schuldirektor rettet, und Emma Schweiger als Conni so gar nicht zu der Conni passen, wie meine Tochter sie so liebt. Als Kinderfilm funktioniert auch dieser irgendwie, aber eben doch auf Kosten der Vorlage. Ob der bald in die Kinos kommende (dieses Mal von Til Schweiger inszenierte) zweite Teil mehr gelingt, bleibt wohl auch unwahrscheinlich.

Der Vollposten
(IT 2016)
Wenn ein Film in erster Linie damit beworben wird, dass Bastian Pastewka die Hauptperson synchronisiert hat, spricht das eigentlich nicht für den Film. Dabei hat der in Italien extrem erfolgreiche Film über einen Vollblutbeamten, der um seinen Beamtenstatus nicht zu verlieren, jeden noch so miesen Job mitmacht, durchaus seine amüsanten Momente. Ich würde sogar sagen, dass die Stimme von Pastewka so wenig zu Hauptdarsteller Checco Zalone passt, dass sie eher ein Nachteil des Films als ein Vorteil ist. Italienischer Humor ist eben etwas für sich, aber Beamtenwitze funktionieren genausogut in Deutschland.

elvisnixonElvis & Nixon
(USA 2016)
Die Tatsache, dass Elvis sich mit dem US-Präsidenten Richard Nixon getroffen hat und auch die recht amüsanten Umstände, unter denen das geschehen ist, sind sicher einen Film wert, diese Verfilmung mit Michael Shannon, Kevin Spacey, Johnny Knoxville und Colin Hanks hat auch durchaus ihre Momente, doch irgendwie will das Ganze nicht über die volle Lauflänge unterhalten. Wer trotzdem sehen möchte, warum ein recht fertiger Elvis beim US-Präsidenten eine Lizenz als Spezialagent beantragen wollte und aus welchen Gründen Nixon ihn überhaupt empfing, der kann diesen Film durchaus mal anschauen, wirklich rund ist er aber leider nicht geworden.

Die Schöne und das Biest
(USA 1991)
Bevor ich mir die Realverfilmung mit Emma Watson anschaue, wollte ich doch noch schnell das Original mal schauen, das bisher tatsächlich an mir vorbeigegangen ist. Für viele (weibliche) Fans wohl ein absolutes Highlight, ist es für mich eben doch wie erwartet Disney-Massenware, eine schnulzige Romanze mit einprägsamen Songs über ein nettes Mädel, dass einen verzauberten Prinzen mit ihrer Liebe retten muss. Ein paar lustige Randfiguren dazu und fertig ist der Kassenschlager. Eindeutig auf ein weibliches Publikum ausgelegt, musste ich mich doch etwas durchquälen, aber als typischer Disney nebenbei durchaus akzeptabel.

Bildergalerie

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