„Ghost In The Shell“ – Scarlett Johansson im Remake des Kult-Animes

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In den 90ern war „Ghost In The Shell“ wohl mit der bekannteste Animefilm, eine Realverfilmung wäre zu der Zeit undenkbar gewesen. Bereits vor fast zehn Jahren begann dann jedoch die Planung für ein reales Remake, das dann allerdings erst 2017 wirklich fertig wurde. Scarlett Johansson sorgte für einigen Unmut bei den Fans, die eine Asiatin in der Hauptrolle bevorzugt hätten, doch letztendlich macht sie ihre Sache gut. Der Film orientiert sich extrem an der Filmvorlage und bietet eine Menge für die Augen. Die Handlung bietet ebenfalls interessante Aspekte, aber unterm Strich kann die Neuauflage leider nicht voll und ganz überzeugen.

Inhalt

In der Zukunft lassen sich die Menschen immer mehr Körperteile durch maschinelle Komponenten ersetzen. Bei Major Mira Killian (Scarlett Johansson) ist nur noch das Gehirn ihr eigenes, der komplette Körper wurde durch einen künstlichen Körper ersetzt. Sie hilft einem großen Konzern dabei, Cyberterrorismus zu bekämpfen, bis sich der Gesuchte Kuze (Michael Pitt) in ihren Geist hackt und sie auffordert, nach ihrer wirklichen Vergangenheit zu forschen. Fortan beginnt sie an ihren Missionen zu zweifeln und versucht ihre Erinnerungen wieder zu bekommen.

Review

Damals waren die Comicvorlage und die erste Verfilmung sicher revolutionär, auch die Handlung hatte man in der Form sicher noch nicht gesehen. Heute sind sowohl die Effekte als auch Filme über künstliche Wesen in dürsteren Zukunftswelten nichts Neues mehr, so kann die Realverfilmung von „Ghost In The Shell“ einen auch nur bedingt abholen. Zu sehr haben asiatische Animes ihren eigenen oft etwas sonderbaren Stil. Das funktioniert dann in einer passenden Zeichentrickform, im Realfilm wirkt es hier und da etwas befremdlich.

Scarlett Johansson spielt souverän, auch wenn man sich fragen muss, warum jemand mit ihrem schauspielerischen Talent, wie sie in Filmen wie „Love Song für Bobby Long“ oder „Lost in Translation“ eindrucksvoll unter Beweis stellte, immer wieder so schlichte Popcorn-Charaktere wie auch in den „Avengers“-Filmen oder „Lucy“ spielt. Letztendlich wäre es aber wohl auch Blödsinn, sich auf Charakterrollen festzulegen und die Rollen mit höheren Gagen und besserem Publikumseffekt abzulehnen.

Fazit

So kann man „Ghost In The Shell“ durchaus ansehen, aber ein Meilenstein in der Filmgeschichte wie damals das Anime wird es sich nicht werden. Und wer auf Basis der Vorlage darauf baut, Johansson würde den halben Film nackt herumlaufen, der wird enttäuscht werden. Wirklich erotisch ist ihr Hauptkostüm nämlich nicht.

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