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Legion

Man könnte meinen, dass sich mit „Legion“ eine weitere Superheldenserie in den übersättigten Markt einreiht, doch weit gefehlt. Die komplexe Handlung, die konfusen Metaebenen und die einzigartige Optik machen die Serie zu einem echten Highlight. Trotz einiger Hinweise auf die Welt der bekannten „X-Men“ hat der Stil nichts mit dem der „X-Men“-Kinofilme zu tun. Die gerade mal acht Folgen umfassende erste Staffel bietet eine solche Fülle an absurden Ideen und mitunter wirklich gruseligen Aspekten, dass man sich wirklich freuen kann, dass „Fargo“-Showrunner Noah Hawley auch für diese Serie verantwortlich ist.

Inhalt

David (Dan Stevens) lebt sein ganzes Leben mit Stimmen und Visionen, so wundert es ihn nicht, dass er letztendlich in einer Irrenanstalt landet. Doch als er da die schöne Syd (Rachel Keller) kennenlernt, ändert sich sein Leben. Sie verhilft ihm zur Flucht und bringt ihn mit einer Organisation zusammen, die ihm zeigen will, dass er mächtige Kräfte besitzt, die in erster Linie eine Gabe und kein Fluch sind. Doch keiner ahnt, dass in Davids mächtigem Geist ein finsteres Wesen haust, dass zu allem bereit ist, um David nicht zu sich selbst finden zu lassen.

Review

Wer die erste Folge überstanden hat, wird entweder süchtig weiterschauen und sich von einem großen Fragezeichen zum nächsten hangeln, sich schocken und an der Nase herumführen lassen, bis man irgendwann völlig den Überblick verliert, oder gleich angesichts der fiesen Mindfucks, gruseliger Einstellungen und des völlig abgedrehten Stils das Handtuch werfen. Ich kann nur empfehlen weiterzumachen.

Wie kaum eine andere Serie legt „Legion“ jedes Mal einen drauf und wenn man glaubt, man hätte alles verstanden, wird das Kartenhaus wieder umgeworfen. Die Serie ist dabei extrem spannend und kann in Sekundenschnelle von einem lustigen Moment zur nächsten Schocksekunde schneiden. Optisch, akustisch und vor allem schnitttechnisch sucht sie echt ihresgleichen.

Doch auch der Cast und die entsprechenden Charaktere sind wirklich großartig besetzt, allen voran Dan Stevens. Wer keine Lust auf eine Superheldenserie hat, sollte „Legion“ trotzdem eine Chance geben, denn hier stehen nicht in erster Linie bunte Umhangträger und große Taten im Vordergrund, die Serie spielt größtenteils im Kopf eines mächtigen Mutanten, der noch gar nicht weiß, zu was er da eigentlich fähig ist und gleichzeitig dieses Geist mit einem wirklich furchteinflößenden Monster teilt. Für „X-Men“-Fans hingegen dürften die Hinweise darauf sein, wer Davids wirklicher Vater ist.

Fazit

Wer den Humor und den Stil von „Fargo“ mochte, der sollte bei „Legion“ den „X-Men“-Hintergrund ignoriere und sich auf einen abenteurlichen Psychotrip begeben, dessen einziger Nachteil der ist, dass man nach nur acht Folgen bis zur zweiten Staffel erst mal alleine gelassen wird.

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