„Iron Fist“ – Marvels naives Kung-Fu-Weichei

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Einer fehlte noch für das geplante Marvel-Netflix-Serien-Crossover „The Defenders“: Nach „Daredevil“, „Jessica Jones“ und „Luke Cage“ hat jetzt auch „Iron Fist“ seine eigene Serie bekommen. Doch obwohl der von Mönchen ausgebildete Kämpfer und Erbe eines Milliardenimperiums eigentlich viel Potential hatte und zugleich am besten zur großen Gegenorganisation „Die Hand“ gepasst hätte, hat die Serie deutlich mehr Schwächen als die anderen. Das Hauptproblem ist der Hauptcharakter selber. Während man am Anfang noch denkt, seine Naivität wäre nur gespielt, wird einem schnell klar, dass Danny Rand trotz seiner „Iron Fist“ tatsächlich so leichtgläubig, tölpelhaft und vorhersehbar ist.

Iron Fist

Inhalt

Eigentlich hielt man Danny Rand (Finn Jones) für tot, da der damals zehnjährige Junge zusammen mit seinen Eltern über dem Himalaya im Flugzeug abstürzte. Doch als er 15 Jahre später wieder auftaucht und so einen Anspruch auf die Hälfte seines Vaters am milliardenschweren Unternehmen „Rand Enterprises“ hat, wird er dort nicht unbedingt mit offenen Händen empfangen. Doch die Unstimmigkeiten mit den jetzigen Firmenchefs (Tom Pelphrey, Jessica Stroup), Freunden von Danny aus der Kindheit, treten in den Hintergrund, als die böse Organisation „Die Hand“ sich einmischt. Danny kann sich nur auf die Hilfe der Kampfsportlehrerin Colleen Wing (Jessica Henwick) und der Ärztin Claire Temple (Rosario Dawson) verlassen. Doch er besitzt noch eine weitere Gabe, die Eiserne Faust, und die Kung-Fu-Kenntnisse, die er in den letzten 15 Jahren von Mönchen erlernte, die ihn damals nach dem Absturz retteten.

Review

„Daredevil“ hatte eindeutig die besseren Actionszenen und auch interessantere Gegner, „Jessica Jones“ und „Luke Cage“ waren keine Massenware, überzeugten aber mit ihrem speziellen Stil, all das kann „Iron Fist“ nicht so richtig bieten. Die Serie kann einen nicht so richtig fesseln, zudem dreht sich die Handlung so oft um, dass man irgendwie doch ein Problem damit bekommt, einen wirklichen Gegner und Bösewicht auszumachen.

Ich kenne die Vorlage nicht, aber jemandem, der 15 Jahre hartes Kampftraining unter Mönchen hinter sich hat und sogar eine eigentlich nicht zu schaffende Endprüfung abgelegt hat, dem traut man doch deutlich mehr Ausgeglichenheit, Weitblick und Überlegenheit zu. Doch Danny Rand hat nichts davon, jede seiner Handlungen sorgt für mehr Probleme, nichts ist durchdacht, logisch und sinnvoll. Im Gegensatz zu den anderen „Defenders“ ist er sicher das „Küken“ der Gemeinschaft, trotzdem hätte er dank seines Trainings allen etwas voraus haben können.

Als Vorbereitung auf das Cross-Over kommt man natürlich auch an „Iron Fist“ nicht vorbei, aber die Serie ist tatsächlich am anstrengendsten. Hoffen wir mal, dass im die anderen Helden New Yorks dabei helfen werden, ein würdiger Kämpfer zu werden, dann hätte eine zweite Staffel sicher noch Potential, gerade da es noch viel Interessantes über Dannys Zeit bei den Mönchen zu erfahren gibt.

Fazit

Die „Defenders“ sind komplett, doch „Iron Fist“ Danny Rand kommt mit der schwächsten Einzelserie daher und braucht wohl tatsächlich die anderen, um sich bewähren zu können. Bisher ist er nur ein verwirrter Junge mit Kampfkenntnissen, der ein guter Mensch sein will, aber mit seinen naiven Handlungen ununterbrochen in erster Linie die gefährdet, die ihm etwas bedeuten. Warten wir ab, wie das Zusammentreffen von „Daredevil“, „Jessica Jones“, „Luke Cage“ und „Iron Fist“ überzeugen kann.

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