„Alien: Covenant“ – Mehr „Prometheus“ als „Alien“!

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Nach drei mehr oder weniger gelungenen Fortsetzungen und zwei „Alien vs. Predator“-Ausflügen wollte Ridley Scott, Regisseur des ersten „Alien“-Films, dem Franchise mit „Prometheus“ eine neue Richtung geben. Doch die Vorgeschichte zu den anderen Filmen, die sich in erster Linie der Suche nach den außerirdischen Erschaffern der irdischen Lebewesen beschäftigte und dann das bekannte „Alien“ in einer Urform präsentierte, konnte Fans und Kritiker nicht wirklich überzeugen. So wollte er mit „Alien: Covenant“ wieder mehr in die Richtung der alten Filme gehen. Herausgekommen ist eine gesunde Mischung, die aber zum Glück die interessanten Ansätze von „Prometheus“ sinnvoll weiterführt und kein reines „Monster dezimiert Raumschiffcrew“-Revival ist.

Inhalt

Einige Jahre nach den Ereignissen auf der „Prometheus“ befindet sich ein anderes Raumschiff auf dem Weg zu einem fernen Planeten, voll besetzt mit Menschen, die diesen als neuen Heimatplaneten kolonisieren sollen. Doch dann empfangt die Crew eine Botschaft und sie weichen von ihrem Kurs ab, um auf einem trostlosen Planeten auf den Androiden David (Michael Fassbender), der zuletzt mit der überlebenden Wissenschaftlerin Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) unterwegs zum Planeten der „Schöpfer“ war. Schnell erkennt die Rettungsmannschaft, dass auf dem Planeten tödliche Wesen ihr Unwesen zu treiben scheinen. Die intelligente Daniels (Katherine Waterston) und der Android Walter, eine neuere Version von David, trauen dem Androiden nicht. Doch müssen sie gemeinsam nach einer Möglichkeit suchen, zum Mutterschiff zurückzukehren, ohne die Monster mit an Bord zu lassen.

Review

Ja, Fans des guten alten Alien-Massakers kommen auch auf ihre Kosten, „Alien: Covenant“ hat aber eher die Nase vorn, wenn es um die Konfrontation der Androiden David und Walter geht, oder wenn man mehr darüber erfährt, was nach dem Ende von „Prometheus“ passiert ist, was Davids tatsächliche Beweggründe sind und was hinter der Evolution des Aliens steckt.

Michael Fassbender spielt mal wieder einzigartig, der Rest des weitestgehend nur mäßig bekannten Casts liefert souveräne Leistungen. Der Film ist düster und melancholisch, vieles erinnert optisch an den ersten Teil.

Wer „Prometheus“ so gar nicht mochte, der könnte auch hier enttäuscht werden, auch wenn der Fokus hier wieder mehr auf den Aliens liegt als auf der Schöpfungsgeschichte aus „Prometheus“. Allerdings fragt man sich, was jetzt noch kommen soll, zumal einem Gerücht zufolge der nächste Teil zwischen „Prometheus“ und „Alien: Covenant“ angesiedelt sein soll. Für mich wäre die Vorgeschichte des Original-Franchises ausreichend erzählt.

Fazit

Eine Weiterführung der Geschichte von „Prometheus“ war nötig, eine Hinführung zu den alten Filmen auch, eine Daseinsberechtigung für „Alien: Covenant“ gab es also schon. Regisseur Ridley Scott mischt die Elemente aus seinem Klassiker und dem Neuanfang relativ gut, trotzdem ist der Film kein Highlight aus dem Franchise. Wirklich sehenswert ist mal wieder Michael Fassbender, der in einer Doppelrolle als zwei vom Grundtyp her gleiche Androiden mit jedoch unterschiedlichen Herangehensweisen ans Leben die besten Momente im Film hat. Aber auch Slasher-Fans kommen dank des Aliens auf ihre Kosten.

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