„Sherlock Staffel 4“ – Das große Finale der Detektivserie?

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Als 2011 die ersten drei Fälle der Neuauflage des Meisterdetektivs mit Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman als Dr. Watson anliefen, kannte meine Begeisterung keine Grenzen. Doch die Serie ließ weder mit der zweiten noch mit der dritten Staffel nach und konnte immer weiter einen draufsetzen. Die lange Wartezeit bis zur vierten Staffel wurde noch mit dem Special „Die Braut des Grauens“ verkürzt, die zwar einen originellen Stil wählte, aber das erste Mal etwas schwächelte. Da noch unklar ist, ob es überhaupt eine fünfte Staffel geben wird, könnte es sein, dass diese Staffel auch das Finale der Serie darstellt. Das kommt in gewohnt hoher Qualität daher, kann allerdings den Level nicht mehr anheben und schießt mit dem dritten Film sogar ein wenig über das Ziel hinaus. Sehenswert sind die drei neuen Fälle „Die sechs Thatchers“, „Der lügende Detektiv“ und „Das letzte Problem“ aber trotzdem!

Inhalt

Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) weiß weiterhin nicht, ob der totgeglaubte Moriarty (Andrew Scott) doch noch am Leben ist und was er als nächstes plant. Doch zuerst muss er Mary (Amanda Abbington) helfen, der Frau seines Freundes John Watson (Martin Freeman), der inzwischen Vater einer kleine Tochter ist, denn ein ehemaliger Partner aus ihren Zeiten als Agentin ist hinter ihr her. In einem weiteren Fall will er den reichen Geschäftsmann Culverton Smith (Toby Jones) als Serienmörder überführen, doch hat er in seinem fiesen Gegenüber einen echt harten Gegner, der seine Intelligenz und Macht einzusetzen versteht. Um ihn zu überführen muss Sherlock bis an seine letzten Grenzen gehen. Doch das größte Problem stellt ein verschollenes Familienmitglied dar, dass mit seinen kognitiven Fähigkeiten sogar Sherlock und seinen Bruder Mycroft (Mark Gatiss) in den Schatten stellt und sie in ein tödliches Katz- und Maus-Spiel verwickelt, das gleichzeitig ein Trip in eine vergessene Vergangenheit ist.

Review

Wie alle Staffel fängt auch diese mit einem soliden Fall an, der das Rad nicht neu erfindet, aber trotzdem rundum funktioniert. Die Steigerung merkt man dann wieder in der zweiten Folge, eine der spannendsten der Serie mit einem wirklich tollen Gegenspieler. Und dann kommt Teil 3, übertrumpft alles, aber hinterlässt dann am Ende leider einen leicht bitteren Beigeschmack, weil die Auflösung irgendwie nicht zu dem Spannungsaufbau passen will, der vorher wirklich fast ins Unerträgliche getrieben wurde, wusste man schließlich nicht, welche Opfer die möglicherweise finale Staffel bereit war zu fordern.

Das Duo Holmes/Watson funktioniert wieder großartig, gerade weil hier mal wirklich ein tiefer Graben zwischen den beiden gezogen wird. Zudem können der Erzählstil, die Optik und die überraschenden Wendungen auch hier voll überzeugen, das Serienkonzept ist auch in der vierten Staffel nicht langweilig geworden. Daher würde auch eine fünfte Staffel die Fans sicher nicht enttäuschen, egal, wie lange die Wartezeit dieses Mal ausfallen würde. Und doch hört man, dass tatsächlich Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gar nicht unbedingt die besten Freunde sein sollen und die Macher der Serie nicht unbedingt von einer Fortsetzung ausgehen, sie aber auch nicht kategorisch ausschließen. „Sherlock Staffel 5“ ist also noch nicht tot, aber mit dem Ende der vierten Staffel würde die Serie immerhin zu einem erträglichen Ende gefunden haben.

Fazit

Die vierte Staffel von „Sherlock“ weist ein paar Schwächen auf, ist aber unterm Strich trotzdem gelungen und hat durchaus ihre Höhepunkte. Ob wir hier bereits das Finale der Serie gesehen haben, steht allerdings noch nicht fest.

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