„Die versunkene Stadt Z“ – Spannende Dschungel-Expedition!

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Der Offizier und Abenteurer Percival Fawcett soll nicht ohne Grund eine Inspiration für George Lucas gewesen sein, als dieser „Indiana Jones“ erfand, denn er war einer der ersten, die sich tief in den südamerikanischen Dschungel wagten, dort mit Pfeilen beschossen und von Schlangen bedroht wurden, um Legenden zu folgen und versunkene Schätze zu finden. Natürlich kommt dieses Biopic nicht so übertrieben daher wie die Abenteurer des Kult-Archäologen, aber spannend und interessant ist der Film auf jeden Fall. Beeindruckende Aufnahmen, mitten im Dschungel gedreht, machen den Film auch optisch sehenswert, die tiefgehende Handlung rundet den Film ab. Hinzu kommt, dass die Schauspieler wirklich klasse sind, neben Sienna Miller und Tom Holland vor allem Charlie Hunnam und Robert Pattinson, denen man eine derartige Leistung wohl gar nicht so zugetraut hätte. „The Lost City of Z“ überzeugt zum einen als Drama, aber eindeutig auch als Abenteuerfilm.

Inhalt

Percy Fawcett (Charlie Hunnam) kann als britischer Offizier keine wirklichen Auszeichnungen vorweisen, so übernimmt er zusammen mit Henry Costin (Robert Pattinson) die Aufgabe, unbekannte Gebiete im südamerikanischen Dschungel zu kartografieren. Diese Aufgabe erweist sich als gefährlicher und anstrengender als gedacht, doch als Fawcett mitten im Nirgendwo Zeichen einer hochentwickelten Zivilisation entdeckt, zieht es ihn sehr zum Leidwesen seiner Frau Nina (Sienna Miller) und seinen Kindern immer wieder in den Dschungel, um eine mysteriöse Stadt, die er „Z“ nennt, zu finden und der Welt zu beweisen, dass die Bewohner des Dschungels alles andere als dumme Wilde sind. Doch die Reisen werden immer gefährlicher, letztendlich auch für Fawcetts Sohn Brian (Tom Holland), der ihn unbedingt begleiten möchte.

Review

Percy Fawcett ist an sich schon eine sehr interessante Persönlichkeit, doch seine Geschichte bietet noch so viel mehr Grundlagen für einen guten Film. Die Abenteuer im Dschungel und im Ersten Weltkrieg auf der einen, die gesellschaftlichen Themen in der britischen Gesellschaft auf der anderen Seite, alles kombiniert mit einer mysteriösen Legende einer versunkenen Stadt. Der Film schafft es auf grandiose Weise, aus dieser Basis ein wirklich spannendes und gleichzeitig unter die Haut gehendes Abenteuerdrama zu entwickeln, das einen bis zum Ende gut bei Laune hält.

Was den Film besonders auszeichnet ist der authentische Dreh direkt im Dschungel, der einen nicht ohne Grund an Werner Herzogs „Fitzcarraldo“ mit Klaus Kinski erinnert. Hier merkt man den Dreck, die Hitze und den Schweiß, der in einem Studio so wohl nicht hätte eingefangen werden können. Doch auch die Szenen im Ersten Weltkrieg sind beeindruckend realistisch in Szene gesetzt.

Dass Robert Pattinson mehr als nur „Twilight“-Vampir spielen kann, hat er seitdem in einigen Independent-Streifen unter Beweis stellen können, hier löst er sich mit Brille und Rauschebart endgültig von seiner Kitschrolle. Doch auch Charlie Hunnam, der mit seinen Rollen in „Pacific Rim“ oder „King Arthur“ bisher nicht gerade durch schauspielerisches Talent auffiel, spielt Percy Fawcett großartig mit einer Mischung aus englischem Gentleman und zielstrebigem fast schon fanatischen Abenteurer. Auch Tom Holland und Sienna Miller liefern wirklich tolle Leistungen ab.

Fazit

„Die versunkene Stadt Z“ ist ein gelungenes Biopic, das die spannende Geschichte von Percy Fawcett bildgewaltig und inhaltlich spannend und interessant auf die Leinwand bringt. Die Darsteller überzeugen und die Expeditionen in den südamerikanischen Dschungel sowie die Kämpfe an der Somme im Ersten Weltkrieg werden überaus realistisch in Szene gesetzt. Ein echter Geheimtipp abseits des Popcornkinos.

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