„Planet der Affen: Survival“ – Düsterer dritter Teil des Reboots!

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Nach den fünf Klassikern aus den 70ern und dem misslungenen Remake von Tim Burton in den 90ern wurde das „Planet der Affen“-Franchise 2011 sehr gelungen wiederbelebt. Nachdem der erste Teil „Prevolution“ die Experimente mit den Affen und den dadurch verursachten Ausbruch einer Seuche thematisierte, widmete sich der zweite Teil „Revolution“ der Konfrontation von überlebenden Menschen und intelligenten Affen, der unausweichlich zum Krieg führte. Auch im dritten Teil steht Affe Caesar im Mittelpunkt, großartig von Andy Serkis per Motion Capturing in Szene gesetzt. Der eigentlich friedliche Affe kommt dieses Mal allerdings auch an seine Grenzen, als ein von Woody Harrelson gekonnt böse gespielter Colonel mit seinen Soldaten den Affen endgültig den Garaus machen will. Auch der dritte Teil beeindruckt mit wirklich lebensecht wirkenden Affen und einer bitteren Handlung, in der man sich so gar nicht mehr mit seiner eigenen Rasse identifizieren kann. „Survival“ rundet die neue Trilogie ab und bietet ein Ende, das die Reihe sinnvoll abschließt. Eine weitere Fortsetzung würde vermutlich nicht mehr funktionieren.

Inhalt

Affe Caesar (Andy Serkis) hofft immer noch auf Frieden mit den Menschen, doch ein brutaler Colonel (Woody Harrelson) setzt mit seiner Einheit alles daran, Caesar und seine Affenkolonie auszurotten. Als Caesar nach einem feigen Angriff des Colonels selber einen bitteren Verlust zu verzeichnen hat, sinnt auch er auf Rache. Obwohl seine Kolonie aufbricht, um an einem fernen Ort endlich Ruhe zu finden, macht er sich auf die Suche nach dem Colonel, um ihn zu töten. Drei Freunde begleiten und finden unterwegs nicht nur ein stummes Mädchen (Amiah Miller) und einen fremden aber hilfsbereiten Affen, sondern auch die Erkenntnis, dass Caesars egoistischer Rachefeldzug zum Schaden der ganzen Kolonie ist.

Review

Wer schon von den ersten beiden Teilen begeistert war, der kommt auch hier voll auf seine Rechnung. Regisseur Matt Reeves, der auch schon den zweiten Teil inszenierte, nimmt einen mit auf einen düsteren Trip voller Symbolik und zentralen Fragen der Menschheit. Während man sich in den alten Filmen immer noch ein wenig mit den Menschen identifizieren konnte, lässt dieser Film nichts Gutes mehr an der menschlichen Rasse. Zentral von einem mal wieder grandiosen Woody Harrelson extrem fies in Szene gesetzten Colonel personifiziert, bekämpfen die Menschen nicht nur die eigentlich Frieden wollenden Affen, sondern natürlich auch wieder sich selber. Affen werden versklavt und gefoltert und auch Kranke aus den eigenen Reihen werden exekutiert. Auf der anderen Seite sind die grundsätzlich friedlichen Affen, der Anführer allerdings auch irgendwann nur noch blind nach Rache sinnt. Dem gegenüber steht ein unschuldiges kleines Mädchen, stumm und zurückgeblieben, dass von den Affen mitgenommen wird und sich irgendwann mehr zu ihnen zugehörig wird als zu ihren brutalen „Artgenossen“. Auch Caesar bringt sie dazu, seine inzwischen sehr schwarz-weiß gefärbte Sicht auf die Menschheit noch mal zu überdenken.

Nun könnte man meinen, dass der Film nur so von Pathos triefen würde, doch trotz der bitteren Thematik schafft es der Film, einen immer wieder aufatmen zu lassen und doch an das Gute zu glauben, wenn auch nicht mehr bei der Menschheit. Am genialsten ist allerdings der Kniff, was die Seuche hier noch für die überlebenden Menschen bereit zu halten scheint, eine Tatsache übrigens, die so auch offene Fragen im Originalfilm der 70er klärt, der ja weit in der Zukunft spielt. Generell findet man immer wieder ein paar nette Dinge, die den Bogen zu den alten Filmen spannen.

Was auch im dritten Teil noch beeindruckt sind die Spezialeffekte. Irgendwann hat man komplett vergessen, dass die einfach unfassbar genial über Motion Capturing gespielten Affen digital erschaffen wurden, so lebensecht kommen Aussehen, Mimik und Bewegungen daher. Auch das an Kriegsfilme und postapokalytische Szenarien erinnernde Setting mitten im Schnee passt perfekt zur Handlung. „Planet der Affen: Survival“ tritt einem so oft in den Magen und lässt einen doch immer wieder hoffen und aufatmen. Ein tiefsinniger Film über die menschliche Natur, der trotzdem ein Ende findet, dass sich für die Reihe perfekt anfühlt. Das Reboot ist gelungen und als Trilogie perfekt abgerundet, ich hoffe, dass man hier nicht noch einen Teil anhängt, der würde wohl eher schaden als die Reihe weiter voran bringen.

Fazit

Wie schon seine beiden Vorgänger ist auch „Survival“ ein rundum gelungenes Element des Reboots der „Planet der Affen“-Reihe. Andy Serkis als Affe Caesar und Woody Harrelson als brutaler menschlicher Gegenspieler bilden hervorragende Gegner, die tollen Effekte, das düstere Setting und die symbolische Tragkraft der Handlung machen diesen Teil vielleicht sogar zum besten Teil der Neuauflage.

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Ein Kommentar

  1. @Pau
    Ich würde verneinen ,weil George Taylor wieder auftauchen muss und in der Zunkunft der Planet um kämpft und Zerstört wird.

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