„Logan Lucky“ – Loser-Version von „Ocean’s Eleven“

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Die Karriere von Regisseur Steven Soderbergh verlief nicht immer glatt, doch „Ocean’s Eleven“ war sicher einer seiner besten Filme, was für die Fortsetzungen allerdings nur noch begrenzt zutraf. Lange Zeit war es ruhiger um ihn geworden, doch jetzt meldet er sich mit „Logan Lucky“ wieder zurück. Die Parallelen zu seinem Kultfilm sind sicher nicht zufällig, allerdings wird der große Coup hier nicht von reichen Schnöseln voller Gimmicks und Fähigkeiten durchgeführt, sondern von einfachen Arbeitern, die letztendlich durch Gerissenheit und Zusammenhalt zum Ziel kommen. Das ist insgesamt sehr amüsant, wenn auch letztendlich nicht übermäßig innovativ. Neben Channing Tatum und Adam Driver hat hier vor allem der erblondete Sträfling Daniel Craig mit seinen Sprüchen die Nase vorn. Ein netter Gaunerfilm für Zwischendurch.

Inhalt

Jimmy Logan (Channing Tatum) hat wegen seines lahmenden Beins mal wieder einen Job verloren, sein Bruder Clyde (Adam Driver) hält sich trotz Armprothese als Barkeeper über Wasser, nur ihre Schwester Mellie (Riley Keough) scheint bisher nicht vom Pech verfolgt zu sein. Zusammen planen die drei nun, die Veranstalter eines NASCAR-Rennens um ihre enormen Einnahmen zu erleichtern. Durch etwas Insiderwissen hat Jimmy eine Plan, wie man das per Rohrpost verschickte Eintrittsgeld abgreifen könnte, doch zum Gelingen des Coups brauchen sie einen Experten, den Kriminellen Joe Bang (Daniel Craig). Der sitzt allerdings im Knast, so kommt zum eigentlichen Überfall auch noch ein zeitweiliger Gefängnisausbruch dazu. So bietet der Plan gleich mehrere Stellen, an denen er zu scheitern droht.

Review

„Logan Lucky“ ist auf jeden Fall unterhaltsam und überzeugt mit vielen absurden Ideen und überraschenden Wendungen. Letztendlich hinkt er allerdings auch bei dem typischen Problem der „Heist“-Movies, so perfekt können alle möglichen Varianten eben doch nicht durchgeplant sein. Was einem bei dem von Geld und Technik nur so strotzenden Gaunern von „Ocean’s Eleven“ noch glaubhafter erschien, wirkt jetzt bei dem Losertrupp doch noch unrealistischer. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, lebt der Film natürlich gerade von diesen ganzen kleinen Pannen, für die es dann offensichtlich doch immer einen Plan B gab. Und natürlich kann man sich mit den einfachen Losern auch besser identifizieren.

Zudem ist der Film bis in die Nebenrollen sehr prominent besetzt, neben „Magic Mike“ Channing Tatum, der hier mal etwas aufgedunsener und aufbrausender daherkommt, und „Kylo Ren“ Adam Driver als wortkarger Einarmiger, hat vor allem „James Bond“ Daniel Craig hier seine wahre Freude gehabt. Als leicht durchgeknallter Gauner mit strohblonder Kurzhaarfrisur und losem Mundwerk hat er defintiv ein paar der besten Momente des Film zu verantworten. Aber auch Riley Keough, Seth MacFarlane, Katie Holmes, Katherine Waterston und Hilary Swank tragen in ihren Nebenrollen dazu bei, dass der Film in sich funktioniert.

Fazit

„Logan Lucky“ erfindet den Gaunerfilm nicht neu, stellt aber einen amüsanten Gegenpart zu „Ocean’s Eleven“ dar, dem Klassiker von Regisseur Steven Soderbergh. Einige amüsante Momente und viele Wendungen, kombiniert mit einem soliden Cast sorgen dafür, dass der Film durchaus funktioniert.

Bildergalerie


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