Albtraum-Potential: Die TOP 10 der gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten!

Nachdem ich fast schon enttäuscht eine Nacht nach dem Kinobesuch vom „Stephen Kings ES“-Remake aufgewacht bin, ohne überhaupt nur Einschlafprobleme und schon gar keine Albträume gehabt zu haben, habe ich mir die Frage gestellt, welche Horrorfilme mich eigentlich am meisten den Schlaf gekostet haben. Es war gar nicht so leicht, die zehn Filme herauszufinden und für mich persönlich in eine Reihenfolge zu bringen, aber hier sind meine zehn größten Albtraumgaranten! Ich bin gespannt auf eure eigenen Alternativen! Sind es die gleichen Filme, eine andere Reihenfolge oder haben euch ganz andere Filme kalt erwischt? Schreibt es uns in einem Kommentar!

Platz 10: It Follows (2014)

Fangen wir mal ganz hinten an mit einem Film, der noch gar nicht so alt ist. „It Follows“ schockt mit einem fiesen Verfolgermonster, das fast nicht zu erkennen ist und dadurch trotz seiner Langsamkeit unberechbar ist. Eine wirklich beunruhigende Atmosphäre, ein Monster, das sich in jedem auf der Straße verstecken könnte, nach diesem Independenthorror hat wohl jeder ein mulmiges Gefühl im Magen.

Platz 9: Der Exorzist (1973)

Der Oldie unter meinen Gruselfavoriten! Was die Maske damals mit Linda Blair gemacht hat, lässt es einem auch heute noch kalt den Rücken herunterlaufen. Die Treppennummer und der Kopfdreher sind zwar heute schon etwas angestaubt, trotzdem bleibt „Der Exorzist“ bis heute der beste und verstörendste Exorzisten-Film aller Zeiten. Und man kann nicht sagen, dass nicht schon viele in seine Fußstapfen treten wollten…

Platz 8: The Sixth Sense (1999)

Nach diesem Film habe ich wirklich Ewigkeiten im Bett gelegen und auf die Türklinke vom Schlafzimmer gestarrt. Neben einem bis heute grandiosen Storytwist hat „The Sixth Sense“ neben den Gehängten in der Schule, dem Jungen mit dem Loch im Kopf und der durchdrehenden Mutter so einige Schockmomente, die einen wirklich böse erwischen. Von Regisseur M. Night Shyamalan ist dieser Film immer noch das Meisterwerk, wobei auch „Signs“, „The Happening“, „The Visit“ und zuletzt auch „Split“ durchaus ihre fiesen Momente haben.

Platz 7: The Descent (2005)

Klaustrophobischer geht es nicht mehr! In „The Descent“ wollen ein paar Frauen ein Tunnelsytem erforschen und treffen dort auf fiese Kreaturen, die wohl vor langer Zeit Menschen waren und sich nun für das Leben in der Dunkelheit weiterentwickelt haben. Verfolgung auf engstem Raum, dieser Film lässt einen so schnell nicht mehr los. Ähnlich fühlte sich zu letzt auch „The Forest“ an, erreichte aber doch nicht den Level dieses Films.

Platz 6: Tanz der Teufel (1981)

Nein, ich meine hier nicht den Splatter-Slapstick von „Tanz der Teufel 2“, „Armee der Finternis“ oder „Ash vs. Evil Dead“, ich meine den echt fiesen ersten Teil „Tanz der Teufel“ aus den 80ern! Ein paar Effekte wirken heute vielleicht schon leicht amüsant, aber es ist die fiese Atmosphäre, die Maske und die heftigen Szenen im Wald und in der Hütte, die bis heute noch ihren Horror bewahrt haben. Ich habe damals im Anschluss das Making-of dazu gesehen, das nimmt vielen Einstellungen tatsächlich ein wenig des Horrors. Noch heftiger geht es tatsächlich im „Evil Dead“-Remake von 2013 zu, wobei brutaler nicht unbedingt gruseliger sein muss.

Platz 5: Paranormal Activity (2005)

Wackelnde Homevideo- oder Kameraaufnahmen, am besten noch als gefundenes Material beworben, funktioniert bereits seit „Blair Witch Project“ großartig. Was dann im spanischen Horrorfilm „[REC]“ schon richtig aus der Fassung brachte, hatte seinen Höhepunkt dann in „Paranormal Activity“ gefunden. Minimales Budget, höchster Thrill! Wenn das Ehepaar die nächtlichen Geschehnisse aufnimmt, gibt es nichts, was einen auf den nächsten Schock vorbereitet. Das ist oft nicht mehr als eine zufallende Tür oder ein Luftzug im Bett, aber es ist im Haus! Im Schlafzimmer! Näher dran geht es nicht! Trotz einer soliden und vielen weiteren miesen Fortsetzungen und Ablegern war der erste Film ein Geniestreich, der vermutlich nur einmal funktioniert, da aber in Perfektion!

Platz 4: Insidious (2010)

Hier war es wohl mal wieder meine Fratzen-Allergie, die mich bei dem rotgesichtigen Dämon so richtig verfolgt hat. Dieser taucht so unerwartet auf, dass man echt zusammenzucken musste. Zudem hat „Insidious“ noch eine Menge anderer düsterer Wesen und fieser Orte zu bieten, nach dem Film ist man schon froh, wenn es heller Tag ist! Mit ähnlich fiesen Wesen und gruseliger Stimmung können übrigens auch die „Conjuring“-Filme schocken. Die fiese Puppe „Annabelle“ konnte im ersten Spin-Off der Reihe zwar noch nicht punkten, den zweiten Teil davon habe ich allerdings noch vor mir, zudem sollen ja auch noch andere Monster aus der Reihe ihren eigenen Film bekommen. Ein Horrorkosmos mit eindeutiger Grusel- und Schockgarantie!

Platz 3: Stephen Kings ES (1990)

Ach ja, mein Freund Pennywise! Natürlich ist die alte TV-Verfilmung bei weitem nicht so heftig wie die Buchvorlage oder die neue Kinoversion von „Stephen Kings ES“ aus diesem Jahr. Aber Tim Curry als Pennywise wird mich auf ewig verfolgen. Sowohl sein Outfit als auch sein Verhalten waren eben in vielen Momenten dem lieben, netten Clown aus dem Zirkuszelt so ähnlich, seine Verwandlungen mit fiesen Zähnen trotzdem noch so menschenähnlich, dass man tatsächlich Schiss hatte, er würde an der nächsten Straßenecke stehen und winken. Bill Skarsgard macht in der Neuauflage einen tollen Job, doch sein Pennywise ist eben ein digitales Monster, dem man die Bösartigkeit sofort ansieht. So hat mich die alte Verfilmung auch als Erwachsener immer noch mindestens eine Nacht in meinen Träumen verfolgt. Es gibt natürlich noch einige andere gute Verfilmungen der Werke von Stephen King, einen ähnlich psychisch anstrengenden Effekt hatte dann aber wohl nur noch „Shining“ mit den fiesen Zwillingen und der Oma im Badezimmer!

Platz 2: The Ring (2002)

Ich habe lange überlegt, welcher asiatische Horrorfilm mich am meisten aus der Bahn geworfen hat. Vom Stil her sind sie ähnlich, aber die US-Version von „The Ring“ ist tatsächlicher einer der wenigen Filme, die ich abends ausgeschaltet und am nächsten Tag im Hellen zu Ende geschaut habe. Der fiese Schnitt auf der Beerdigung zum völlig verfratzten Leichengesicht im Schrank mit dem Offtext „Ich konnte ihr Gesicht nicht vergessen!“, ist für mich bis heute Programm. Seither ist kein Fernseher mehr sicher, auch Brunnen nicht mehr. Wirklich lange in meinen Träumen verfolgt hat mich aber auch „The Grudge“, wobei hier die japanischen Vorlagen deutlich gruseliger und psychisch fordernd daher kommen, das US-Remake war aber fieser bei Maske und Schockeffekten. Hier ist das Monster auch mal unter der Bettdecke oder im Flur! Die Japaner haben mich in so vielen Varianten mit ihren schwarzhaarigen Geisterwesen mit den Glotzaugen erwischt, allerdings sind bei „The Eye“, „Dark Water“, „Pulse“ oder „Der Fluch der zwei Schwestern“ tatsächlich die japanischen Filme deutlich besser als die US-Remakes. „The Ring“ ist da tatsächlich die Ausnahme, wobei die letzte Fortsetzung „Rings“ keine wirklich gelungene Wiederbelebung war.

Platz 1: Sinister (2012)

Und da kommt er, der Spitzenreiter! Kein Film hat mich bis heute mehr verfolgt als „Sinister“, und das tatsächlich erst vor wenigen Jahren, wo ich dachte, mich könnte nichts mehr schocken. Ich kann gar nicht sagen, was an diesem Film das Schlimmste war, die brutalen Super-8-Filme, das maskierte Monster im Hintergrund, die mordenden Kinder, die Szene mit dem Karton im Flur… ich könnte noch länger weitermachen. Der Film fängt gleich mit einer wirklich beklemmenden Stimmung an, die „musikalische Untermalung“ raubt einem den letzten Nerv, wenn die Super-8-Filme laufen, ist es wie beim Verkehrsunfall: Man will es nicht sehen, aber man kann auch nicht weggucken! Spätestens wenn sich das Monster auf dem Standbild am Computer bewegt und einem klar wird, dass gerade die Meta-Ebene freigegeben wurde und somit alles möglich ist, wird es richtig hässlich. Ich konnte nächtelang nicht pennen, habe seither alle Jalousien zu, weil ich immer das weiße Gesicht in der Hecke vermutete, selbst die erneute Konfrontation für diesen Artikel macht mir wieder Magenschmerzen. Aber bitte nicht falsch verstehen, als Horrorfilm ist „Sinister“ fast schon ein Meisterwerk, ich kann den Film trotzdem keinem guten Gewissens empfehlen! Für mich bis heute der Horrorfilm mit dem größten Albtraum-Faktor!

Und wie sieht es bei euch aus?

Ich bin echt gespannt auf eure Kommentare und eure Erlebnisse mit Gruselfilmen! Einfach hier bei den Kommentaren oder bei Facebook eure Meinung abgeben! Ihr dürft mich anhand meiner Auswahl gerne ein Weichei nennen oder erzählen, warum ihr euch bei ganz anderen Filmen verjagt habt! Ich freue mich auf euer Feedback!

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2 Kommentare

  1. Sixth sense hätte ich nicht auf der Liste gesehen. Tanz der Teufel ist ganz schön gruselig, aber ein Kind seiner Zeit und heute für mich ohne Nachwirkungen genießbar.
    Viele von den anderen Filmen kenne ich teilweise nicht mal vom Namen her, habe aber trotzdem einen Kandidaten für die Liste “ Haus der der 1000 Leichen“ von Rob Zombie www.imdb.com/title/tt0251736/?ref_=fn_al_tt_2

    „Es“ ist auch ein Alptraum meiner Jugend.

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