„Lommbock“ – Gelungene Fortsetzung des Kultfilms!

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Über 15 Jahre hat es gedauert, bis Regisseur Christian Zübert seinem Kultfilm „Lammbock – Alles in Handarbeit“ eine Fortsetzung gegönnt hat. Die hat mit Lucas Gregorowicz, Moritz Bleibtreu, Alexandra Neldel, Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot Jr. und Elmar Wepper nicht nur fast den kompletten Originalcast wieder mit an Bord, sondern schafft es tatsächlich, den Humor und den Stil des Originals erneut zu treffen. Man muss auch dieses Mal kein Kiffer sein, um dem ständig breiten Kai und seinem weiterhin recht unentspannten Kumpel Stefan bei ihrem chaotischen Wiedersehen nach vielen Jahren amüsiert zuschauen und ihren absurden Dialogen folgen zu können. „Lommbock“ reicht natürlich nicht an den ersten Teil heran, aber als Fortsetzung funktioniert er großartig. Für alle „Lammbock“-Fans absolutes Pflichtprogramm!

Inhalt

Stefan (Lucas Gregorowicz) hat 15 Jahre nach dem Erfolg und Niedergang seines Kiffer-Pizzadienstes Würzburg lange hinter sich gelassen, ist doch Anwalt geworden, arbeitet in Dubai und steht dort kurz vor seiner Hochzeit. Doch dafür muss er in seine Heimatstadt zurück, um seine Geburtsurkunde zu holen. Doch das Treffen mit seinem Kumpel und ehemaligen Partner Kai (Moritz Bleibtreu) endet erwartungsgemäß bei einem gemeinsamen Joint und nun muss Stefan seinen Aufenthalt doch etwas verlängern, denn der geplante Drogentest nach seiner Rückkehr könnte in Dubai ernste Folgen haben. Während Stefan alles versucht, damit der Joint nicht mehr nachweisbar ist, muss es nicht nur Kai bei den Problemen mit dem Sohn seiner Freundin helfen, auch das Beklopptenduo Frank (Wotan Wilke Möhring) und Schöngeist (Antoine Monot, Jr.) gerät in Schwierigkeiten. Und dann trifft er auch noch seine Ex-Freundin Jenny (Alexandra Neldel)…

Review

Was „Lammbock“ 2001 ausmachte, waren nicht nur die verrückten Situationen, in die die Protagonisten immer wieder gerieten, sondern vor allem ihre einzigartigen Dialoge, in denen Gregorowicz und Bleibtreu schon damals ihr großartiges Improvisationstalent unter Beweis stellten. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch die Fortsetzung. Regisseur Christian Zübert weiß, was er an seinen Charakteren hat, der zweite Teil ist kein müder Neuaufguss zum erneuten Kohle scheffeln, „Lommbock“ funktioniert perfekt als später Anschluss an den ersten Teil, das Wiedersehen von Stefan und Jan ist auch für Fans wie ein Klassentreffen mit alten Bekannten. Die Gags zünden und schrammen auch in den grenzwertigen Fällen, wenn sogar Penisattrappen zum Einsatz kommen, immer wieder an der Peinlichkeit vorbei. Die Entwicklung der Charaktere ist glaubhaft und wieder einmal ist es am dauerbreiten Kai, seinen verkorksten Freund wieder seine Spießerambitionen auszutreiben.

Fazit

Wer damals schon bei „Lammbock“ abgefeiert hat, der wird auch bei „Lommbock“ seinen Spaß haben und das Wiedersehen mit den geliebten Charakteren genießen. Einer der größten deutschen Kultfilme schafft somit das, was selbst vielen Hollywoodfilmen nicht gelingt: Er kann eine späte Fortsetzung vorweisen, die sich perfekt an den Vorgänger anfügt und durchaus als gelungen betrachtet werden kann.

Bildergalerie


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