„Annabelle 2“ – Das Prequel zum Horrorpuppen-Spin-Off

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Da ist er nun, der zweite Versuch, um der aus „Conjuring“ bekannten Horrorpuppe Annabelle eine eigenständige Filmvergangenheit zu geben. Während der erste Film „Annabelle“ zwar als Gruselfilm funktionierte, aber weit hinter den Möglichkeiten zurück blieb, greift der zweite Teil schon tiefer in die Schockkiste, setzt seinen Fokus aber auch eher sekundär auf die unheimliche Puppe und erzählt in erster Linie die Geschichte von ein paar Waisenkindern, die von einem Dämon gejagt werden. Als Horrorfilm bietet „Annabelle 2“ so eine Menge fieser Momente und eine beängstigende Atmosphäre, aber letztendlich nichts, was man nicht schon woanders gesehen hätte und vor allem nimmt er der Puppe sogar etwas den Horror, schließlich wird einem bald klar, dass von der Puppe selber gar keine Gefahr ausgeht, sondern nur dem, was sich in ihr versteckt.

Inhalt

Viele Jahre, nachdem der Puppenmacher Sam (Anthony LaPaglia) und seine Frau (Miranda Otto) auf tragische Weise ihre junge Tochter verloren haben, gewähren sie einer gruppe Waisenkinder und der Nonne Charlotte (Stephanie Sigman) Unterschlupf in ihrem großen Haus. Doch als die Kinder Janice (Talitha Bateman) und Linda (Lulu Wilson) plötzlich seltsame Dinge im Haus sehen und dann in einem versteckten Raum eine Puppe finden, wecken sie das Böse wieder auf. Jahre zuvor waren der Puppenmacher und seine Frau nämlich auf einen Dämon hereingefallen, der ihnen vorgaukelte, er können die Seele ihrer Tochter in eine von Sams Puppen einsetzen. Nun sucht der Dämon nach einem neuen Wirt, um weiter zu erstarken, und eins der kleinen Mädchen scheint perfekt dafür zu sein.

Review

Auch „Annabelle: Creation“ funktioniert grundsätzlich perfekt als Horrorschocker, aber für mich bleiben die Szenen in „Conjuring“ weiterhin die besten mit Puppe Annabelle. Dabei fungiert der neue Film quasi als Prequel zum Prequel und schließt am Ende sogar an den letzten Film an, weiter zurück geht es jetzt aber nicht mehr. Wir erfahren, wie die Puppe hergestellt wurde und was das Böse in ihr ist, doch wie schon erwähnt, nimmt er Annabelle ein wenig den Grusel. Während diese in „Conjuring“ noch ein gewisses Eigenleben in Richtung „Chucky“ zu haben schien, erfährt man hier, dass sie eben nur ein Gefäß für einen Dämon ist, der in diesem Film aber lieber in anderer Form zuschlägt als in der der Puppe. Die Schockmomente funktionieren, wenn auch größtenteils nach Schema F, aber man erwartet den Angriff eben nicht mehr von Annabelle selbst, sondern von irgendwo aus ihrem Umfeld.

Wer aber auf die neuen Horrorschocker im Stil von „Conjuring“ und „Insidious“ steht, der kommt auch beim zweiten Spin-Off von „Annabelle“ auf seine Kosten.

Fazit

Wieder einmal kann ein Spin-Off der Horrorpuppe „Annabelle“ zwar als gut gemachter Horrorschocker, aber irgendwie bleibt auch dieser zweite Teil hinter den Möglichkeiten zurück, die die Puppe eigentlich bietet. Trotzdem ein solider Horrorfilm, der Fans unterm Strich trotzdem nicht enttäuschen dürfte.

Bildergalerie


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