„Stranger Things Staffel 2“ – Die beste Serie der Welt!

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Wie ein Relikt aus den 80ern, als hätte Stephen King „Die Goonies“ geschrieben und Steven Spielberg das Ganze verfilmt. Schon die erste Staffel war nicht nur eine großartige Hommage an das Kino der 80er, es fühlte sich tatsächlich so an! Und auch in Staffel 2 begibt man sich wieder auf Zeitreise, in eine geliebte Welt der Kindheit mit sympathischen Außenseitern, bösen Wissenschaftlern und fiesen Monstern, in eine Kleinstadt voller Klischees, die aber genau so in diese Serie gehören! Wer die erste Staffel schon geliebt hat, den haut die zweite Staffel trotzdem noch um. Die ins Herz geschlossenen Charaktere werden großartig weiterentwickelt, dieses Mal auch individuell und nicht vorrangig in der Gruppe, nach dem Aufstellen der neuen und alten Charaktere wird ab der Hälfte dann mit Horror, Action und Spannung richtig losgelegt, wie es bei einem zweiten Teil sein muss! Trotz mehr Budget und deutlich mehr in jeder Hinsicht übernimmt sich die Serie nicht und fesselt von der ersten bis zur letzten Minute! Ein einzigartiger Geniestreich!

Inhalt

Es ist inzwischen 1984 in Hawkins, Indiana. Fast ein Jahr ist vergangen, seit Will (Noah Schnapp) in die Parallelwelt entführt wurde und noch immer plagen ihn düstere Visionen. Während sein bester Freund Mike (Finn Wolfhard) immer noch auf ein Wiedersehen mit Elfie (Millie Bobby Brown), dem Mädchen mit den übersinnlichen Kräften, hofft, weckt die neu in der Ort gezogene Maxine (Sadie Sink) die Aufmerksamkeit von Lucas (Caleb McLaughlin) und Dustin (Gaten Matarazzo). Elfie hat dem Kampf mit dem Monster im letzten Jahr zwar überlebt und wird seither von Polizeichef Hopper (David Harbour) versteckt. Dann bemerkt Wills Mutter Joyce (Winona Ryder), dass wieder etwas nicht mit ihrem Sohn stimmt, Dustin findet ein seltsames Wesen im Müll und die Monster der düsteren Parallelwelt finden wieder einen Weg nach Hawkins. Auch Nancy (Natalia Dyer), Jonathan (Charlie Heaton) und Steve (Joe Keery) erkennen bald, das ihr Kampf gegen das Böse im letzten Jahr nur der Anfang war. Können Sie den Wissenschaftlern aus dem geheimen Labor dieses Mal trauen?

Review

Ich habe selten die Zeit, mir etwas ein zweites Mal anzuschauen, aber vor der zweiten Staffel habe ich mir dann doch Staffel 1 von „Stranger Things“ noch mal gegönnt und war begeistert, wie sehr mich diese auch beim zweiten Mal wieder voll in ihren Bann zog und dieses wohlige Gefühl erzeugte, als würde ich sie bereits seit meiner Kindheit kennen. Meine Erwartungshaltung war entsprechend groß und wurde sogar noch übertroffen! Staffel 2 braucht einige Folgen, bis sie richtig in Fahrt gerät, dann hört sie aber auch nicht mehr wieder auf. Matt und Ross Duffer (The Duffer Brothers) zeigen erneut, wie sehr sie die Stimmung und die Machart der 80er verinnerlicht haben und dass man seine Wurzeln nicht vergisst, nur weil der Erfolg im Nacken und mehr Geld in der Tasche steckt. Ja, die zweite Staffel setzt den Level deutlich höher, verliert aber in keiner Minute seinen Charme.

Die vier Jungs bekommen dieses Mal die Möglichkeit, alleine zu überzeugen, nicht nur im Team, auch wenn sie natürlich feststellen müssen, dass der Erfolg im Team eben doch effektiver ist. Da der Fokus in der ersten Staffel vorrangig auf Mike und Elfie lag, bekommen dieses Mal Will, Lucas und vor allem Dustin mehr Spielraum, der sich hier auch viel mehr von seinem „Der nette Pummelige“-Image lösen darf. Aber keine der alten „Stranger Things“-Charaktere kommt wirklich zu kurz, zudem fügen sich die neuen Charaktere perfekt in die Serie ein, wobei mit Paul Reiser und „Gonnie“ Sean Astin zwei weitere Veteranen aus dem Kino der 80er hinzustoßen. Richtig nach vorne geht es für Steve, der hier vom ehemaligen Schnösel immer mehr zum geheimen Helden der Serien wird.

Ich hatte vorab viel darüber gelesen, dass Staffel 2 heftig sein würde und mehr in Richtung Horror geht, das setzte dann allerdings erst ab der Hälfte ein, dann hieß es aber tatsächlich: Mehr Monster, mehr Spannung, mehr Blut! Ein kleiner Kritikpunkt wäre hier, dass das neue Riesenmonster nicht direkt in Erscheinung tritt und die anderen Monster nur Varianten des Monsters aus der ersten Staffel sind, hier würde ich mir für Staffel 3 etwas Neues wünschen. Auch der Handlungsstrang mit dem anderen übersinnlichen Mädchen hat in meinen Augen die Staffel eher ausgebremst als voran gebracht, damit hört meine Kritik aber auch schon auf. Der Rest war für mich absolut rund, authentisch und vor allem eine rundum sinnvolle Fortsetzung der Handlung.

Wie sehr sich die Macher an den Filmen der 80er orientieren, merkt man übrigens nicht nur an der tollen Ausstattung und den klischeebehafteten Charakteren, auch das Thema „Liebe“ wird hier deutlich zentraler, in den meisten Fällen auch mit mehr Anwärtern als Angebeteten, aber es kommt weiterhin sehr keusch daher. Selbst Winona Ryder, mein absoluter Schwarm als Teenager, strahlt so gar keine Erotik aus. Das mag in der heutigen Zeit verwirren, unterstreicht aber den Ansatz der Serie, eben so wirken zu wollen, als hätte man sie tatsächlich schon damals gedreht.

Ich war selten so erschöpft nach einer Serie und selten so dankbar für die fast schon übertrieben kitschigen Minuten am Ende der letzten Folge, die einen nach der Achterbahnfahrt davor wieder ganz sanft zu der Erkenntnis führten, dass schrecklicherweise erst mal wieder alles vorbei ist. Das Warten hat wieder begonnen und ich bin sicher, es wird sich wieder lohnen!

Fazit

Die Kids aus Hawkins sind endlich wieder im Einsatz gegen die Monster aus der anderen Dimension! Staffel 2 von „Stranger Things“ kann nicht nur das toller 80er Feeling der ersten Staffel wieder einfangen, sondern noch einen oben drauf setzen! Für mich können sich beliebte Serien wie „Game of Thrones“ oder „The Walking Dead“ ganz weit hinten anstellen, „Stranger Things“ ist derzeit für mich die mit Abstand beste Serie der Welt!

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