„Rillington Place“ – Tim Roth als brutaler Serienkiller!

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Es hat schon immer perverse Serienmörder gegeben, mit „Rillington Place – Der Böse“ widmet sich die BBC mit ihrem Serien-Dreiteiler dem Briten John Reginald Christie, der in den 1940ern eine Reihe düsterer Morde begangen hatte. Mit Tim Roth hat man den perfekten Kandidaten für die Darstellung des schmuddeligen, perversen Mörders gefunden. Er spielt diesen so überzeugend, dass ich dem ekelhaften Treiben schon nach dem ersten Teil nur noch wiederwillig weiter zuschauen wollte. Zudem zieht sich die Handlung mitunter etwas und wird durch seinen seltsam unchronologischen Aufbau nicht unbedingt besser. Die Serie ist überzeugend düster, die Darsteller gut, aber trotzdem nicht unbedingt was für jeden Geschmack.

Inhalt

Nachdem Ethel Christie (Samantha Morton) ihren Mann John Reginald (Tim Roth) nach fast zehn Jahren wieder trifft und die beiden in London einen Neubeginn ihrer Ehe versuchen wollen, fallen der Frau schnell seltsame Verhaltensweisen an ihrem Mann auf, die sie zum Wohle ihrer Ehe immer wieder verdrängt. Doch als ein junges Ehepaar nebenan einzieht und John den Mann (Nico Mirallegro) immer weiter gegen seine Frau (Jodie Comer) aufbringt und John dann auch seiner Frau gegenüber gewaltätig wird, weiß sie nicht mehr weiter. Und doch traut sie sich nicht, sich ihrem Mann zu widersetzen oder ihn endgültig zu verlassen.

Review

John Reginald Christie war ein ekelhaftes Schwein und seine zahlreichen Morde wirklich pervers. Dass sich die BBC diesem bösen Charakter in so direkter Form widmet, kann einem ganz schön auf den Magen schlagen. Vor allem, weil zum einen Tim Roth den Hauptcharakter so überzeugend fies spielt, zum anderen, weil auch Samantha Morton eine wirklich gruselige Darstellung bietet, das ständige Wegsehen der Frau ist manchmal ähnlich erschreckend, hätte sie doch frühzeitig ihren Mann stoppen können. Theoretisch, denn der Film zeigt ziemlich deutlich, welche Stellung die Frauen damals hatten und welche Macht die Männer. Einem ehemaligen Soldaten und Polizisten wie John Reginald Christie wurde damals schon von Grundauf mehr geglaubt.

Die Optik ist ebenfalls gelungen, macht das Szenario aber noch unerträglicher. Seltsam ist der Aufbau der Folgen, die immer irgendwie mit der großen Auflösung beginnen und der Handlung so irgendwie jegliche Spannung nehmen. Wohin sich die Handlung bewegt, weiß man so schon vorher, wirklich überraschen kann einen die Entwicklung so natürlich nicht mehr.

Die komplette Serie „Rillington Place – Der Böse“ ist seit dem 27. Oktober 2017 auf DVD im Handel erhältlich.

Fazit

„Rillington Place“ ist einerseits ein eindrucksvolles Portrait eines fiesen Serienmörders, allerdings mitunter schon fast zu pervers inszeniert. Zudem schieben ein seltsamer Spannungsaufbau und eine mitunter etwas langatmige Inszenierung die Serie doch nur ins Mittelmaß.

Bildergalerie


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