„The Cloverfield Paradox“ – Leider enttäuschend!

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Um den ersten „Cloverfield“-Film wurde schon vor zehn Jahren ein großes Mysterium gemacht, der Wackelkamera-Stil war neu, die Trailer weckten Neugier, verrieten aber nicht viel, der Monsterhorror selber war dann solide und spannend inszeniert. Vorletztes Jahr kam dann mit „10 Cloverfield Lane“ eine indirekte Fortsetzung in die Kinos, wieder unter großer Geheimhaltung und spannender, origineller Umsetzung, wenn auch nur bedingt mit einer Verbindung zum ersten Teil. Über den dritten Teil „The Cloverfield Paradox“ konnte man ebenfalls nicht viel vorab erfahren, einen konkreten Kinostart gab es nicht, dafür aber Gerüchte um eine Direktveröffentlichung auf Netflix. Die kam dann vor einigen Tagen mehr als überraschend um die Ecke, nur wenige Stunden nach dem ersten Trailer. Wenn man diesen Teil jedoch anschaut, wird einem schnell klar, warum Paramount sich keinen großen Kinoerfolg ausgerechnet hat. Der größtenteils im Weltraum spielende Film wirkt unlogisch und nicht wirklich originell, selbst die Bezüge zum ersten Teil holpern ohne Ende.

Inhalt

In einer nahen Zukunft sind die Energiereserven der Menschheit nahezu aufgebraucht, alle Nationen stehen kurz vor einem neuen Weltkrieg. In einer Raumstation wird allerdings versucht mittels einer neuen Technologie das Energieproblem zu lösen, doch Probleme verzögern die Experimente um fast zwei Jahre. Als es dann doch zu glücken scheint, ist plötzlich die Erde verschwunden und in der Raumstation ereignen sich seltsame Dinge, die sich immer mehr zur tödlichen Gefahr für die Besatzung, zu der auch die Amerikanerin Hamilton (Gugu Mbatha-Raw) und der Deutsche Schmidt (Daniel Brühl) gehören. Auf der Erde muss sich Hamiltons Mann Michael (Roger Davies) jedoch ganz anderen Gefahren stellen.

Review

Es hilft hier auch nichts mit Energieknappheit und drohendem Weltkrieg ein recht aktuelles Weltuntergangsszenario aufzuziehen, die Handlung im Weltall ist letztendlich zu sehr an Filmen wie „Event Horizon“ oder „Life“ angelehnt, die aber um Längen besser inszeniert waren. Hier wirkt alles nur wie eine Aneinanderreihung von mysteriösen Begebenheiten, die weder originell sind, noch wirklich logisch zueinander passen wollen. Genauso ist es mit den Geschehnissen auf der Erde, der eskalierende Krieg hätte vermutlich noch funktioniert, doch ein „Cloverfield“-Film braucht eben auch ein wenig Monsterfeeling. Das wird dann auch recht stümperhaft reingebastelt, will sich aber so gar nicht passend anfühlen. Naja, wenn man seinen Film mit einem erfolgreichen Namen ausstatten will, muss sowas wohl sein. Wenn man uns die Geschehnisse allerdings indirekt sogar als Basis für die anderen Filme verkaufen will, funktioniert das auch nicht wirklich.

Dass der dritte Film des „Cloverfield“-Franchise nicht die Klasse der Vorgänger hatte, war wohl auch Verleiher Paramount aufgefallen, so überschlug man wohl den potentiellen Kinoerfolg und gab Netflix den Film direkt für die Veröffentlichung auf dem Streamingdienst frei. Fürs Kino wäre der Film tatsächlich nicht gut genug gewesen, so hat er wohl den für alle besten Weg genommen.

Fazit

Netflix kommt völlig überraschend mit dem dritten „Cloverfield“-Film um die Ecke, doch wirklich überraschen kann dieser nicht und bietet leider nur nicht unbedingt logischen SciFi-Horror, dessen Szenario in zahlreichen anderen Filmen bereits origineller umgesetzt wurde.

Bildergalerie


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